Neues Besucherleitsystem in Koblenz: So soll der Schängel Touristen digital führen

Koblenz entwickelt ein neues Besucherleitsystem: Per Smartphone-App und Augmented Reality soll der Schängel als virtueller Avatar Touristen künftig durch die Stadt führen.

Neues Besucherleitsystem in Koblenz: So soll der Schängel Touristen digital führen

Ein neues Projekt der Koblenz-Touristik GmbH soll es ermöglichen, die Stadtgeschichte von Koblenz auf eine neue, interaktive Weise zu entdecken. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt, wird derzeit ein interaktives Besucher-Leitsystem entwickelt, das Augmented Reality (AR) nutzt, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt erlebbar zu machen. Eine besondere Rolle soll dabei eine bekannte Koblenzer Symbolfigur spielen: der Schängel.

Virtueller Schängel erweckt Geschichte zum Leben

Das Herzstück des neuen Systems ist eine webbasierte Anwendung, die Besucher direkt auf ihrem Smartphone nutzen können. Mit der AR-Technologie sollen digitale Inhalte wie historische Stadtansichten oder dreidimensionale Darstellungen in die reale Umgebung eingeblendet werden. So können Touristen und Einheimische spannende Geschichten aus der Vergangenheit direkt vor Ort erleben.

Als virtueller, sprechender Avatar wird der Schängel die Gäste auf unterhaltsame Weise durch die Stadt begleiten. Er soll Wissenswertes vermitteln und die Geschichten hinter den Sehenswürdigkeiten lebendig werden lassen. „Mit dem neuen Besucherleitsystem möchten wir zeigen, wie sich moderne Technologien und die Geschichte unserer Stadt auf spannende Weise miteinander verbinden lassen“, erklärt Katharina Bersch, Abteilungsleiterin Touristik bei der Koblenz-Touristik GmbH. „Besonders freuen wir uns darauf, den Schängel künftig auch digital zum Leben zu erwecken und unseren Gästen damit einen ganz neuen Zugang zu Koblenz zu ermöglichen.“

Bewährtes System wird modernisiert

Neben der Entwicklung der digitalen Anwendung wird auch das bestehende Fußgängerleitsystem überarbeitet. Die roten Informationsstelen, die seit der Bundesgartenschau 2011 zur Orientierung dienen, bleiben erhalten. Sie werden jedoch inhaltlich und gestalterisch modernisiert und sollen als Verbindung zwischen der analogen und der digitalen Welt dienen (Merkurist berichtete).

Die Entwicklung der digitalen Anwendungen hat bereits im August 2026 in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen EVOspark GmbH begonnen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für den Sommer 2027 geplant. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Land Rheinland-Pfalz kofinanziert.