Wie Koblenzer Ämter ihre Mitarbeiter vor aggressiven Bürgern schützen

Kommune reagiert mit verschiedenen Maßnahmen auf zunehmende Übergriffe

Wie Koblenzer Ämter ihre Mitarbeiter vor aggressiven Bürgern schützen

Verbale und körperliche Übergriffe auf Mitarbeiter in Ämtern haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Das bestätigen mehrere rheinland-pfälzische Städte, darunter auch Koblenz.

Einige Ämter sind besonders betroffen

Nach Angaben eines Stadtsprechers hat in der Ludwigshafener Verwaltung die Zahl der verbalen Angriffe leicht zugenommen. Betroffen seien überwiegend Bereiche, die Dienstleistungen für Bürger und Bürgerinnen erbrächten oder die beantragte Leistungen ablehnen müssten.

Körperliche Übergriffe seien seltener, kämen aber vor, heißt es aus Worms. „Insgesamt ist, ähnlich wie in vielen anderen Städten, eine gewisse Zunahme von Aggressionen im direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern spürbar.»

Konsequentes Vorgehen bei Übergriffen

Die Stadt Koblenz hat auf diese Entwicklung reagiert und setzt verschiedene Maßnahmen um, um ihre Mitarbeiter zu schützen. Dazu gehören unter anderem spezielle Deeskalationstrainings für die Bediensteten.

Koblenz geht bei Gewaltvorfällen konsequent vor: „Schon bei verbalen Gewaltvorfällen werden bei der Stadtverwaltung Koblenz Grenzziehungsbriefe, Hausverbote und Strafanzeigen geprüft", erklärt der Koblenzer Stadtsprecher.

Auch andere Städte in Rheinland-Pfalz berichten von ähnlichen Erfahrungen. Besonders betroffen sind dabei publikumsintensive Bereiche wie der Bürgerservice, das Ausländerwesen sowie der Ordnungs- und Vollzugsdienst.