In Koblenz-Metternich gibt es keine Postfiliale mehr. Nachdem der Kiosk „Eck 72“ in der Trierer Straße 323, der erst im August 2025 eröffnet hatte, dauerhaft geschlossen hat, stehen die Bürgerinnen und Bürger vor einem Problem. Nun hat sich die Landtagsabgeordnete Anna Köbberling (SPD) eingeschaltet und mit der Deutschen Post über Lösungen für den Stadtteil gesprochen.
Nach einem Gespräch mit dem regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post DHL, Peter Mayer, gibt es wieder Hoffnung. „Eine wohnortnahe Postversorgung gehört für viele Menschen zum Alltag“, so Köbberling. Sie freue sich, dass die Post an einer Dauerlösung arbeite. Das Unternehmen plant, die Post-Dienstleistungen in ein bereits bestehendes Ladengeschäft in Metternich zu integrieren. Die Betreiber sollen dafür eine Vergütung erhalten. Die Politikerin hat der Post dafür bereits weitere mögliche Anlaufstellen und Kontakte im Stadtteil genannt.
Dorfladen als Plan B
Sollte die Suche nach einem passenden Partner in Metternich jedoch nicht erfolgreich sein, bringt Köbberling eine alternative Idee ins Spiel: ein Dorfladen-Modell. „Entscheidend ist, dass wir in beiden Stadtteilen zu einer dauerhaften Lösung kommen“, betont die Abgeordnete.
In einem anderen Koblenzer Stadtteil, der ebenfalls von einer Schließung betroffen ist, zeichnet sich bereits eine schnellere Lösung ab. In Güls steht für die bisherige Ladenfläche in der Dorfmitte ein neuer Betreiber in Aussicht, der das Postangebot weiterführen möchte.
Lange Wege für Pakete und Briefe
Bis eine neue Filiale in Metternich eingerichtet werden kann, wird es aber noch einige Wochen dauern. Die Schließung des Kiosks reißt eine Lücke in die lokale Versorgung, besonders für Menschen ohne Auto.
Als nächstgelegene Alternativen gibt es Postfilialen in Bubenheim und in Rauental. Für viele Metternicher bedeutet das vorerst weiterhin weite Wege.