Die Stadt Koblenz startet auch in diesem Jahr wieder eine Verkehrssicherheitskampagne. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, soll damit auf den korrekten seitlichen Abstand beim Überholen von Radfahrern aufmerksam gemacht werden. Die Aktion wird gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Koblenz, dem ADFC Koblenz und dem VCD-Kreisverband Mittelrhein durchgeführt.
Die Straßenverkehrs-Ordnung schreibt einen klaren Mindestabstand vor: Innerhalb von Ortschaften müssen Kraftfahrzeuge 1,5 Meter Abstand halten, wenn sie einen Radfahrer überholen. Außerhalb von Ortschaften sind es sogar mindestens zwei Meter. Wer sich nicht an diese Regel hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.
Zu dichtes Überholen kann bei Radfahrern zu einem starken Unsicherheitsgefühl führen und riskante Ausweichmanöver provozieren. Die Stadt weist auf eine besondere Gefahr hin: Sogenannte „Dooring-Unfälle“. Fühlen sich Radfahrer durch ein knapp überholendes Auto bedrängt, weichen sie oft näher an parkende Fahrzeuge aus. Dort können sie mit einer plötzlich geöffneten Autotür kollidieren.
Kampagne während des Stadtradelns
Unsichere Situationen im Verkehr können laut Stadtverwaltung dazu führen, dass Radfahrer bestimmte Strecken meiden oder das Fahrrad seltener nutzen. Ein ausreichender Sicherheitsabstand sei daher wichtig, damit sich Radfahrer im Straßenverkehr sicher und akzeptiert fühlen.
Die Kampagne findet vom 24. August bis zum 6. September statt. Der Zeitraum überschneidet sich mit der Aktion STADTRADELN, die vom 24. August bis zum 13. September läuft und bei der viele Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Während dieser Zeit ist mit einem erhöhten Radverkehrsaufkommen in Koblenz zu rechnen. An digitalen Werbeflächen, Plakatwänden und Litfaßsäulen wird auf den Mindestabstand hingewiesen. Die Stadt appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, rücksichtsvoll zu sein und die Regeln zu beachten.