Mit umfangreichen Änderungen will die Stadt vor allem den Radverkehr im Bereich der Balduinbrücke verbessern, heißt es in einer Vorlage für den Stadtrat. So sollen Radfahrer, die aus Richtung Lützel über die Balduinbrücke kommen, künftig nach links in die Burgstraße abbiegen können. Dafür wird die bisherige Ampelanlage abgebaut und ein Kreisverkehr mit 17 Metern Durchmesser gebaut.
Die Einfahrt in die Burgstraße wird gleichzeitig nur noch Radfahrern erlaubt. Für Autos gilt ein Einfahrverbot. Von der Balduinbrücke bis zur Kreuzung Paradies wird eine Einbahnstraßenregelung eingeführt. Die Ausfahrt von der Burgstraße aus der Altstadt kommend in den neuen Kreisverkehr an der Alten Burg bleibt aber weiter möglich.
Verkehr Richtung Florinsmarkt reduzieren
Damit will die Stadt den Durchgangsverkehr in Richtung Florinsmarkt verringern. Verkehrszählungen hätten ergeben, dass 85 bis 90 Prozent der Fahrzeuge, die bisher vom Wöllershof kommend in die Burgstraße einbiegen, nicht die Altstadt zum Ziel haben, sondern einfach Richtung Mosel/Deutsches Eck weiterfahren. Zudem wird der Bereich zum Leidwesen der Anwohner vor allem abends und nachts oft von Auto-Posern genutzt.
Im Rahmen eines Verkehrsversuchs für zunächst ein Jahr soll zudem die Verkehrsführung auf der Balduinbrücke zugunsten der Radfahrer verbessert werden. Bisher komme es auf dem 3,60 Meter breiten Seitenstreifen entlang der Balduinbrücke immer wieder zu gefährlichen Situationen und Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern.
Schmalere Fahrstreifen – Tempolimit kommt
Der Plan: Die beiden Fahrstreifen auf der Brücke werden auf jeweils drei Meter reduziert. Radfahrer sollen stadteinwärts bis zum künftigen neuen Kreisverkehr auf der Fahrbahn bleiben. Es wird ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern sowie ein Fahrrad-Überholverbot für Autos eingeführt. Stadtauswärts dürfen Radfahrer den Hochbordweg zwar mitbenutzen, sollen aber maximal Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen.
Die Stadt rechnet mit Mehrkosten von 263.000 Euro für die gesamte neue Verkehrsführung. Über mögliche Zuschüsse vom Land ist noch nicht entscheiden. Die Umgestaltung inklusive des neuen Kreisverkehrs soll im 3. Quartal 2026 erfolgen.