Neue Tempo-30-Zone in Koblenz-Rauental geplant

Die Stadtverwaltung Koblenz plant eine neue Tempo-30-Zone im Stadtteil Rauental. Betroffen sind die Behringstraße und ein Teil der Boelckestraße. Die Maßnahme ist Teil eines größeren Umbaus.

Neue Tempo-30-Zone in Koblenz-Rauental geplant

Im Koblenzer Stadtteil Rauental soll eine neue Tempo-30-Zone entstehen. Wie aus einer Vorlage der Stadtverwaltung für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität hervorgeht, betrifft dies die Behringstraße und den westlichen Teil der Boelckestraße. Die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung ist an den Umbau der Behringstraße gekoppelt (Merkurist berichtete). Das letzte Wort hat der Stadtrat, der am 12. November 2026 darüber entscheidet.

Die Idee, in dem Bereich die Geschwindigkeit zu drosseln, ist nicht neu. Bereits 2023, als der Stadtrat den Ausbau der Behringstraße und den Umbau der Kreuzung zur Moselweißer Straße in einen Kreisverkehr beschloss, war eine Tempo-30-Zone angedacht. Laut Straßenverkehrsordnung können solche Zonen in Wohngebieten mit vielen Fußgängern und Radfahrern eingerichtet werden. Die Behringstraße, die auf beiden Seiten von Wohnhäusern gesäumt ist, erfüllt diese Voraussetzung.

Mehr Sicherheit für Fußgänger

Im Zuge des Umbaus werden ohnehin neue Querungshilfen für Fußgänger geschaffen und das Parken wird neu geordnet. Dadurch soll der Straßenabschnitt den Charakter einer verkehrsberuhigten Zone erhalten. Neben der Behringstraße soll auch der westliche Stich der Boelckestraße in die neue Zone integriert werden.

Die Tempo-30-Zone endet vorerst vor der Hoevelstraße. Der Grund: Dieser Abschnitt muss ebenfalls erst umgestaltet werden, bevor dort das Tempolimit gelten kann. Laut Stadtverwaltung müssten hier unter anderem die Vorfahrtsregeln an Einmündungen angepasst und neue Querungsstellen geschaffen werden. Eine spätere Erweiterung der Zone wird jedoch geprüft.

Positive Effekte für Klima und Radverkehr

Die Baumaßnahme soll auch positive Auswirkungen auf das Klima haben. So sind mehr Grünflächen geplant und das Radwegenetz wird verbessert, was das Fahrradfahren attraktiver machen soll. Die neue Zone schließt an den ebenfalls im Bau befindlichen bahnparallelen Radweg und die Brücke zwischen Rauental und Goldgrube an.

Die für die neue Beschilderung notwendigen finanziellen Mittel stehen laut Verwaltung bereits zur Verfügung. Bevor der Stadtrat im November entscheidet, wird die Vorlage noch im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität sowie im Haupt- und Finanzausschuss beraten.