Im Jahr 2026 müssen sich Autofahrer und Bahnreisende im nördlichen Rheinland-Pfalz auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie der SWR Koblenz berichtet, stehen auf wichtigen Autobahnen und auf der rechten Rheinstrecke große Bauprojekte an.
Besonders betroffen sei die rechte Rheinstrecke, die von Juli bis Dezember 2026 zwischen Troisdorf und Wiesbaden komplett gesperrt werde. Die Deutsche Bahn plane eine Generalsanierung. Bauschwerpunkte lägen demnach unter anderem in Neuwied sowie bei Bad Hönningen und Rheinbrohl. Dort sollen Gleise und Weichen erneuert werden. Bei Bad Hönningen seien zudem Brückeninstandsetzungen geplant und in Neuwied der Neubau eines elektronischen Stellwerks. Laut Bahn sollen allein auf der rechten Rheinstrecke 36 Bahnhöfe modernisiert werden.
Auch auf den Autobahnen rund um Koblenz seien Bauarbeiten vorgesehen. An der A48-Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis werde die Brücke erneuert. Diese weise nach mehr als 60 Jahren Nutzung „Defizite auf, die einen Ersatzneubau erforderlich machen“, zitiert der Sender die Autobahn GmbH. Um den Verkehr aufrechtzuerhalten, werde am 10. und 11. Januar eine Behelfsbrücke errichtet. Bis Ende 2026 solle die neue Brücke fertig sein. Für die Arbeiten müsse die A48 zeitweise voll gesperrt werden.
Brückenabriss auf der A61 und Start für A1-Lückenschluss
Auf der A61 im Hunsrück gehe die Dauerbaustelle in die nächste Runde. Im Frühjahr 2026 solle mit dem Abriss der Talbrücke Tiefenbachtal begonnen werden. Die Arbeiten seien Teil des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn.
Zudem sollen 2026 die vorbereitenden Arbeiten für den Lückenschluss der A1 in der Eifel starten. Konkret gehe es um den Abschnitt zwischen Adenau im Kreis Ahrweiler und Kelberg im Vulkaneifelkreis. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) habe dazu Anfang Dezember gesagt: „Im Frühjahr wird man schon etwas sehen“. Zuerst würden Baustraßen angelegt und Waldstücke gerodet. Wann der eigentliche Bau der Trasse beginne, sei noch unklar.