Großzügige Spende: Frau macht Koblenzer Bahnhofsmission sprachlos

Eine anonyme Spenderin hat die Bahnhofsmission in Koblenz mit drei Goldmünzen überrascht. Der Erlös von 2.100 Euro sichert die Versorgung der Gäste für die nächsten drei Monate.

Großzügige Spende: Frau macht Koblenzer Bahnhofsmission sprachlos

In dieser Woche hat die Bahnhofsmission in Koblenz eine ungewöhnliche Spende erreicht: Wie der Caritasverband Koblenz auf seinen Social-Media-Kanälen mitteilt, hat eine Frau drei Goldmünzen an die Einrichtung am Hauptbahnhof übergeben.

Entgegengenommen hat die Spende der ehrenamtliche Mitarbeiter Hans Neffgen (73). „Da war ich erstmal sprachlos“, heißt es in einer Pressemitteilung des Caritasverband Koblenz e. V. Die Spenderin habe bewusst anonym bleiben wollen und darum gebeten, dass der Erlös unmittelbar den Gästen der Bahnhofsmission zugutekommen solle.

Auf Wunsch der Spenderin hat das Team die Münzen bereits verkauft und dabei einen Erlös in Höhe von 2.100 Euro erhalten. Mit dem Geld könne die Bahnhofsmission ihr Angebot an Lebensmitteln und Getränken für rund drei Monate finanzieren. Auch eine kleine Weihnachtsüberraschung für die Gäste sei damit gesichert.

Schutzraum für 60 Gäste pro Tag

Die Bahnhofsmission am Koblenzer Hauptbahnhof ist eine ökumenische Einrichtung der Caritas und des Diakonischen Werks. Sie wird überwiegend aus Eigenmitteln finanziert und ist seit mehr als 100 Jahren eine wichtige Anlaufstelle. Täglich finden dort rund 60 bedürftige oder einsame Menschen einen Ort der Ruhe, Unterstützung und Wertschätzung.

Für Hans Neffgen, der seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich dort arbeitet, war die Begegnung mit der Spenderin eine besondere Erfahrung. „Ich erlebe die Zeit in der Bahnhofsmission als großes Geschenk und möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben“, berichtet er. Die Spende sei ein Zeichen der Solidarität und eine große Anerkennung für das Team aus 20 ehrenamtlichen und einem hauptamtlichen Mitarbeitenden.

Zum Beitrag der Caritas Koblenz geht es hier.