Das neue Projekt soll Anfang 2027 in Angriff genommen werden - also noch während der Arbeiten am Neubau der Pfaffendorfer Brücke. Geplant ist der Bau einer dreispurigen Behelfsbrücke. Laut Ausschreibung der Stadt soll die Ersatz-Überführung etwas in Richtung Schloss versetzt über die Mainzer Straße führen und etwa 20 Monate stehen bleiben. In dieser Zeit soll die alte Brücke über die Mainzer Straße abgerissen und neu gebaut werden. „Sie stellt eine temporäre Verkehrsführung sicher, um die B 49 während der Bauphase der neuen Hauptbrücke aufrechtzuerhalten“, heißt es in der Baubeschreibung.
2+1-Wechselverkehrsführung geplant
Der Verkehr soll auch über die neue Brücke in einer 2+1 Wechselverkehrsführung fließen - wie derzeit über die Rheinbrücke. Im morgendlichen Berufsverkehr wären dann zwei Spuren stadteinwärts nutzbar, ab 10 Uhr dann in der anderen Richtung.
Während der gesamten Bauzeit der neuen Brücke über die Mainzer Straße soll der Verkehr weiter rollen. „Lediglich für das Ein- und Ausheben der Behelfsbrücke und für den Abbruch des Bestandsbauwerks muss der Verkehr kurzzeitig voll gesperrt werden“, gibt die Ausschreibung vor. In der Mainzer Straße sollen den Autos je eine Spur in Richtung Oberwerth und in Richtung Theater zur Verfügung stehen.
Bauzeit circa acht bis zehn Monate
Die gesamten Bauarbeiten sollen 24 bis 30 Monate dauern und dementsprechend voraussichtlich auch während der Bundesgartenschau im Mittelrheintal 2029 noch laufen. Der Neubau der Brücke über die Mainzer Straße soll nach ersten Schätzungen im Jahr 2023 rd. 11,5 Millionen Euro kosten. Die Stadt rechnet mit Zuschüssen von etwa 6,5 Millionen Euro.
Die bisherige Brücke über die Mainzer Straße muss dringend ersetzt werden. Nachdem Bauwerks-Untersuchungen ergeben hatten, dass das Bauwerk in einem schlechten Zustand ist, wurden bereits 2015 zusätzliche Stützen angebracht.