Stadt Koblenz muss wegen Trockenheit kranke Bäume fällen

Die Trockenheit im Frühjahr hat den Bäumen in Koblenz stark zugesetzt. Die Stadt rechnet mit vermehrten Schäden und warnt vor Astbruch. Zwei Eschen müssen gefällt oder gestutzt werden.

Stadt Koblenz muss wegen Trockenheit kranke Bäume fällen

Die Stadt Koblenz rechnet in diesem Jahr mit vermehrten Trockenschäden an Straßenbäumen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, müssen deshalb bereits jetzt erste Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt oder stark eingekürzt werden.

Konkret wird eine Esche auf dem Spielplatz in der Kaiserin-Augusta-Anlage in Kürze gefällt, da sie von einem Brandkrustenpilz befallen und nicht mehr standsicher ist. Eine weitere Esche in der Nähe der Mozartbrücke wird wegen starker Schädigung durch das Eschentrieb-Sterben, eine Pilzerkrankung, stark zurückgeschnitten.

Grund für die Sorge des Stadtbaummanagements ist das deutlich zu trockene Frühjahr. Bereits jetzt seien an vielen Straßenbäumen abgestorbene Äste zu beobachten, etwa an den Linden im Brenderweg in Lützel oder an den Roteichen am Petah-Tikva-Platz. Auch viele Spitzahorne zeigen erste Schäden. „Wir erwarten ein sehr arbeitsreiches Jahr“, sagt Stadtbaummanager Stephan Dally.

Wie Bäume auf Trockenheit reagieren

Bäume reagieren aktiv auf Trockenheit, indem sie ihre Krone reduzieren, um die Verdunstung zu senken. Bei diesem sogenannten „Kronenrückzug“ werden einzelne Äste nicht mehr versorgt und sterben gezielt ab, damit Stamm und Hauptäste erhalten bleiben. Selbst stärkere Äste können so innerhalb weniger Wochen absterben und müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt werden.

Besonders gefährdet sind Straßenbäume. Sie stehen häufig in zu kleinen Baumscheiben, die von Asphalt oder Pflaster umgeben sind. Der Boden speichert dort weniger Wasser, heizt sich stärker auf und ist oft verdichtet. Dadurch werden die Wurzeln schlechter mit Sauerstoff und Wasser versorgt.

Gefahr durch Pilze und Krankheiten

Zusätzliche Belastungen durch Streusalz, Abgase und Bodenverunreinigungen wie Hundeurin schwächen die Bäume weiter. Durch die geschwächte Vitalität sind sie anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Dazu zählt die Massaria-Krankheit, eine Pilzerkrankung, die vor allem Platanen befällt. Sie lässt das Holz sehr schnell zersetzen und kann zu unvorhersehbarem Astbruch führen, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Um Sach- und Personenschäden zu vermeiden, sollen die Bäume nun engmaschiger von den städtischen Baumkontrolleuren überprüft werden.