In Koblenz entsteht direkt am Moselufer eine neue Anlage für die Trendsportart Padel-Tennis. Unter dem Namen „PADEL DOCKS“ sollen ab Herbst 2026 vier Doppel-Courts bespielbar sein. Das teilt Jan Luca Pulst von der Betreiberfirma LUMA Sport GmbH auf Anfrage von Merkurist mit. „Derzeit zählen wir zu den ersten Outdoor-Padel-Courts in Koblenz“, sagt Pulst. Die Anlage wird auf dem Gelände des Koblenzer Ruderclubs Rhenania am Moselstausee 16 in Rauental errichtet.
Die Eröffnung ist für Ende Oktober zunächst mit einem Probebetrieb geplant. „Diese Phase nutzen wir, um sicherzustellen, dass vor Ort und digital alles reibungslos funktioniert – vom Zugang zum Gelände über die Schlägerausgabe und das Buchungssystem bis hin zu Anfahrt und Beschilderung“, erklärt Pulst. Diese Testphase soll zwei bis vier Wochen dauern. Eine große, offizielle Einweihungsfeier ist für nächstes Jahr vorgesehen.
Hochwertige Panorama-Courts mit Moselblick
Ein besonderer Fokus liegt laut Betreiber auf der Qualität der Plätze. Es entstehen vier sogenannte Panorama-Courts auf einem festen, betonierten Untergrund. Dies sorge für ein optimales und gleichmäßiges Absprungverhalten des Balls.
Die Anlage wird begrünt und soll Sitzmöglichkeiten zwischen den Courts sowie einen weiteren Sitzbereich in Richtung Mosel erhalten. Perspektivisch sind außerdem Umkleiden, ein Sonnensegel und eine Tischtennisplatte geplant. Die Toiletten des benachbarten Restaurants Delphi im Bootshaus können vorerst genutzt werden, bis eigene Sanitäranlagen entstehen.
Autonomer Betrieb und flexible Buchung
Die Anlage ist auf einen vollständig autonomen Betrieb ausgelegt. Die Buchung der Plätze erfolgt online über die App „Playtomic“, über die sich Spieler auch zu Matches verabreden können. Der Zugang zum Gelände wird per Code gesteuert. An der Anlage soll es in einem Container Automaten geben, an denen Schläger geliehen und Bälle gekauft werden können.
Geplant sind tägliche Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr, wobei abends auch unter Flutlicht gespielt werden kann. Die Preise pro Stunde werden je nach Tag und Uhrzeit voraussichtlich zwischen 28 und 60 Euro liegen.
Vom Tennisplatz zur Padel-Anlage
Das Projekt wird in enger Partnerschaft mit dem Koblenzer Ruderclub Rhenania realisiert. Da die ehemaligen Tennisplätze des Clubs seit mehr als zehn Jahren nicht mehr bespielt wurden, suchte der Verein nach neuen Nutzungsmöglichkeiten. „So entstand unsere Partnerschaft“, erklärt Pulst. Den Betrieb der Padel-Plätze übernimmt vollständig PADEL DOCKS, das von Jan Luca Pulst gegründet wurde. Die Kooperation soll für beide Seiten vorteilhaft sein: „Vereinsmitglieder erhalten einen exklusiven Rabatt, und wir möchten Padel-Spieler gleichzeitig für das Angebot im Ruderclub und für den Rudersport begeistern.“
Padel-Tennis ist eine Mischung aus Tennis und Squash und wird auf einem kleineren, von Glaswänden umschlossenen Feld gespielt. Der Sport gilt als leicht erlernbar und erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit.