Ein Polizist der Spezialeinheit GSG 9 aus dem Westerwald ist Mitte Mai bei einer Übung in Norddeutschland tödlich verletzt worden. Wie die Polizei in Lübeck mitteilt, gibt es nun neue Erkenntnisse zum Hergang. Das berichten die Rhein-Zeitung und der SWR.
Nach aktuellem Ermittlungsstand hat ein anderes Mitglied der Spezialeinheit bei der Übung scharfe Munition mit Übungsmunition verwechselt. Während eines Schießtrainings auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz Putlos in Schleswig-Holstein schoss er mit der scharfen Munition auf seinen Kameraden.
Der Mann aus dem Westerwald wurde dadurch so schwer verletzt, dass er trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen noch am Unfallort starb. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Der getötete Beamte wurde am vergangenen Wochenende in seinem Heimatort beigesetzt.