Eine 75-jährige Frau ist am Sonntag, 12. Juli, in einem Seniorenheim in Neuwied leblos aufgefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilt, gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus.
Die Frau war nach einer Krankenhausbehandlung vorübergehend in dem Heim untergebracht und wurde auf der Toilette ihres Zimmers entdeckt. Unter dringendem Tatverdacht steht ihr 80-jähriger Ehemann. Er hatte seine im Rollstuhl sitzende Frau am Sonntagnachmittag besucht und offenbar zunächst einen Spaziergang mit ihr unternommen. Im Anschluss soll er sie im Pflegezimmer erwürgt oder erdrosselt haben.
Der Beschuldigte wurde noch am selben Tag an seiner Wohnanschrift festgenommen. Am Montag erließ die Haftrichterin des Amtsgerichts Koblenz auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags. Der 80-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Autopsie bestätigt Verdacht
Eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz wurde angeordnet. Laut dem vorläufigen Ergebnis starb die Frau durch massive Strangulation.
Der dringende Tatverdacht gegen den Ehemann ergibt sich laut Staatsanwaltschaft unter anderem daraus, dass er die Tat in einem Telefonat mit einer Ärztin zugegeben haben soll. Gegenüber den Ermittlungsbehörden hat der Mann bislang von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Weitere Einzelheiten zum Ermittlungsstand werden derzeit nicht mitgeteilt.