Tödlicher Frontalcrash im Westerwald: Frau (22) und Mann (65) sterben

Bei einem schweren Unfall auf der L288 bei Westerburg sind am Freitagabend zwei Menschen gestorben. Eine 22-Jährige war beim Überholen frontal in ein entgegenkommendes Auto gekracht.

Tödlicher Frontalcrash im Westerwald: Frau (22) und Mann (65) sterben

Auf der Umgehungsstraße von Westerburg (L288) hat sich am Freitagabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Wie die Polizei berichtet, stießen zwei Autos frontal zusammen. Eine 17-jährige Beifahrerin wurde mit schwersten Verletzungen in eine Klinik geflogen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Westerburg war eine 22-jährige Autofahrerin aus der Verbandsgemeinde Rennerod gegen 20:28 Uhr auf der L288 von Guckheim in Richtung Gemünden unterwegs. In Höhe der Ausfahrt Westerburg-Wörth setzte sie zum Überholen an und kollidierte dabei frontal mit dem entgegenkommenden Wagen eines 65-jährigen Mannes aus der Verbandsgemeinde Bad Marienberg.

Komplizierte Rettungsarbeiten

Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein Trümmerfeld. Ein Auto lag auf dem Dach in einem Straßengraben, das andere stand auf der Fahrbahn. Die Insassen des überschlagenen Wagens waren eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät und Lufthebekissen befreit werden. Auch bei dem zweiten Fahrzeug unterstützten die Feuerwehrleute den Rettungsdienst bei der Bergung des Fahrers.

Die Integrierte Leitstelle Montabaur hatte ein Großaufgebot an Helfern alarmiert, darunter die Feuerwehren aus Westerburg, Gershasen und Wengenroth, drei Rettungswagen, zwei Notärzte sowie einen Rettungshubschrauber aus Mainz.

L288 bis in die Nacht gesperrt

Für die 22-jährige Fahrerin und den 65-jährigen Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät, sie erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Die 17-jährige Beifahrerin im Auto der jungen Frau wurde mit schwersten Verletzungen per Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten war die L288 bis 3 Uhr nachts voll gesperrt. Ein Verkehrsunfallteam wurde zur Klärung der genauen Unfallursache hinzugezogen. Die Ermittlungen dauern an.