Das PETA Streetteam Koblenz plant für den kommenden Samstag (9. Mai) eine Protestaktion in der Koblenzer Innenstadt. Wie die Tierrechtsorganisation mitteilt, findet die Aktion von 15 bis 16 Uhr Am Plan statt.
Unter dem Motto „Kein Tier ist ein Lebensmittel“ soll mit der Aktion auf das Leiden von Tieren in der Landwirtschaft aufmerksam gemacht werden. Dafür wird eine Person, die einen Anzug im „gehäutet-Look“ trägt, in einer lebensgroßen Fleischschale unter Zellophan verpackt. Die Darstellung soll zeigen, wie im Supermarkt angebotenes Menschenfleisch aussehen könnte.
„Egal ob Katze, Schwein oder Mensch: Tiere sind keine Lebensmittel“, erklärt Streetteam-Leiterin Freddy Nova Klein. „Ein Schnitzel ist ein Teil eines Schweins, welches gelitten hat. Man hat ihm in den meisten Fällen ohne Betäubung den Schwanz abgeschnitten und seine Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt.“
PETA kritisiert Haltungsbedingungen und Schlachtmethoden
PETA prangert an, dass ein Großteil der Tiere in Deutschland auf engstem Raum und meist ohne Tageslicht gehalten werde. Nach einem Leben voller Ausbeutung würden sie im Schlachthaus getötet. Eingriffe wie die Kastration oder die Enthornung bei Kälbern fänden oft ohne Betäubung statt.
Die Organisation verweist zudem auf hohe Zahlen von Fehlbetäubungen bei Schlachtungen. Laut Angaben der Bundesregierung seien je nach Betäubungsart bis zu 12,5 Prozent der Schweine und über neun Prozent der Rinder nicht ausreichend betäubt, wenn sie getötet werden. Das entspreche jährlich bis zu 300.000 Rindern und weit über 5 Millionen Schweinen.
PETA fordert daher eine Agrarwende hin zu einer tierfreien Landwirtschaft. Die Organisation habe einen Strategieplan für den Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht, um die Politik zum Handeln aufzufordern.