Die Tierrechtsorganisation PETA plant für den kommenden Samstag (14. Februar) eine Aktion in der Koblenzer Innenstadt. Das teilt die Organisation mit. Dabei wollen Aktivisten als „Hundemilchproben“ deklarierte Pflanzenmilch an Passanten verteilen.
Die Aktion des PETA Streetteams Koblenz soll von 15 bis 16 Uhr in der Straße Am Plan stattfinden. Begleitet von einem Hunde-Maskottchen wollen die Tierschützer darauf aufmerksam machen, dass der Konsum von Kuhmilch nicht natürlicher sei als der von Hundemilch. Bei beidem handele es sich um Muttermilch, die Tiere nur für ihre Neugeborenen produzieren.
„Wer den Gedanken, Hundemilch zu trinken, befremdlich findet, sollte sich fragen, warum Kuhmilch als gesellschaftlich akzeptiert gilt“, sagt Streetteam-Leitung Freddy Nova Klein. „Wer die Muttermilch von Kühen trinkt, unterstützt ein System, das Müttern Jahr für Jahr ihre Kinder entreißt.“ Die Organisation appelliere an alle Menschen, nur pflanzliche Produkte zu konsumieren.
Kritik an der Milchindustrie
Laut PETA werden Kühe in der Landwirtschaft immer wieder zwangsbefruchtet, um den Milchfluss hochzuhalten. Die neugeborenen Kälber würden den Müttern kurz nach der Geburt entrissen, was für beide Tiere großen Stress bedeute.
Zudem kritisiert die Organisation die Umweltbilanz von Milchprodukten. So sei Butter das klimaschädlichste Lebensmittel. Die Produktion von einem Liter Kuhmilch verursache dreimal so viele Treibhausgasemissionen und benötige die zwölffache Landnutzung im Vergleich zu einem Liter Pflanzenmilch.
Über die Organisation
Die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) wurde 1980 in den USA gegründet und ist nach eigenen Angaben mit über fünf Millionen Unterstützern die größte ihrer Art weltweit. Sie kämpft unter anderem gegen Massentierhaltung, Tierversuche und die Nutzung von Tieren in der Unterhaltungsindustrie. Bekannt ist PETA für ihre oft provokanten Kampagnen und verdeckten Ermittlungen, die regelmäßig für öffentliche Diskussionen sorgen.