Mit einer Protestaktion in der Koblenzer Innenstadt will das PETA Streetteam am Samstag (11. April) auf das Leid von Hühnern in der Eierindustrie aufmerksam machen. Das teilt die Tierrechtsorganisation mit.
Geplant ist die Aktion von 15 bis 16 Uhr auf dem Vorplatz der Herz-Jesu-Kirche. Dort wollen sich Menschen in Hühnerkostümen dicht aneinandergedrängt aufstellen und Schilder mit Aufschriften wie „Eier sind Tierqualprodukte“ in die Höhe halten.
„Mit dem Konsum von Eiern nehmen viele Menschen das Leiden und den Tod zahlreicher Hühner in Kauf“, so Streetteam-Leitung Freddy Nova Klein. „Hennen werden in der Eierindustrie in jeder Haltungsform zu reinen Produktionsgütern degradiert und schon nach kurzer Zeit getötet. Wer Eier oder eihaltige Produkte kauft, ist zudem für den Tod von Millionen männlichen Hühnern verantwortlich. Wir appellieren an das Mitgefühl der Menschen: Entscheiden Sie sich für die zahlreichen veganen Ei-Alternativen.“
PETA kritisiert Bedingungen in der Eierindustrie
Die Tierrechtsorganisation kritisiert, dass Hühner in der Eierindustrie zu einem Leben voller Leid gezwungen seien – unabhängig von der Haltungsform. Durch Qualzucht seien allein in Deutschland rund 40 Millionen sogenannte Legehennen gezwungen, bis zu 300 Eier im Jahr zu legen. Das sei etwa zehnmal mehr als von der Natur vorgesehen.
Die hohe Legeleistung führe laut PETA häufig zu Krankheiten wie entzündeten Eileitern und Kloaken, Knochenbrüchen sowie Kalziummangel. Wenn die Hennen nach etwa anderthalb Jahren weniger Eier legen, würden sie im Schlachthaus getötet. Auch die männlichen Küken würden, seit dem Verbot des Kükentötens, oft nach wochenlanger Mast in kargen Hallen geschlachtet.
Im Durchschnitt essen die Deutschen laut PETA pro Kopf etwa 230 Eier im Jahr. Die Organisation wirbt für eifreie Alternativen und informiert auf ihrer Webseite über vegane Rezepte.