Der Zoo Neuwied freut sich über einen Neuzugang: Bereits Mitte April ist das Gepardenweibchen „Rosi“ in den größten Zoo von Rheinland-Pfalz eingezogen. Das hat der Zoo in einer Pressemeldung mitgeteilt. Die junge Katze soll künftig mit dem neun Jahre alten Kater „Sikio“ für Nachwuchs sorgen.
Sikio lebt bereits seit 2019 in Neuwied, Rosi kam aus dem Allwetterzoo Münster. Für das Zoo-Team ist der Zuwachs ein optimistischer Blick in die Zukunft nach einem schweren Jahr. Im Herbst 2023 mussten der Kater „Chomo“ und die Katze „Lianne“ aufgrund verschiedener Krankheiten eingeschläfert werden.
Paarung nur nach besonderem Ritual
Damit es mit dem Nachwuchs klappt, müssen die Bedingungen stimmen, denn Geparden können nicht dauerhaft zusammen gehalten werden. „Bei Geparden ist es so, dass die Weibchen Einzelgängerinnen sind, die ein festes Revier haben, während die Männchen allein oder im Bruderverband umherstreifen. Trifft ein Kater auf eine Katze, kommt es zunächst zu einer Verfolgungsjagd. Nur wenn er sie einholt, kommt es zur Paarung. Diese Jagd ist ein natürlicher Fitnesstest, ohne sie bekommt die Katze gar keinen Eisprung“, erklärt Tierpflegerin Katharina Meise.
Aus diesem Grund lebt „Rosi“ zunächst auf einer eigenen Anlage. Erst wenn sich die beiden Raubkatzen hören, sehen sowie riechen konnten und gegenseitiges Interesse zeigen, werden sie gemeinsam auf eine Anlage gelassen. „Rosi lebt sich sehr gut ein. Das Umsperren klappt mittlerweile problemlos, auch wenn sie dabei durchaus ihren eigenen Kopf hat und manchmal ein wenig zickig sein kann“, berichtet Meise.
Mit der jungen „Rosi“ und dem erfahrenen „Sikio“ hofft das Zoo-Team nun auf bessere Voraussetzungen für die Erhaltungszucht der bedrohten Raubkatzen. Die letzte erfolgreiche Gepardennachzucht im Zoo Neuwied gelang im Jahr 2011. In den vergangenen Jahren hatten die jeweiligen Tiere nicht ausreichend miteinander harmoniert.