Der Textildiscounter „Kik“ will noch in diesem Jahr sein Filialnetz in Deutschland deutlich verkleinern und rund 150 Standorte aufgeben. Das berichtet t-online.de unter Berufung auf den „Münchner Merkur“. Auch in Koblenz und der näheren Umgebung betreibt das Unternehmen mehrere Geschäfte.
Als Grund für die Schließungen nenne das Unternehmen eine Überprüfung des Filialnetzes. Man wolle das Portfolio auf Profitabilität trimmen, habe Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel bereits im März gesagt. Teilweise würden Geschäfte weniger als einen Kilometer auseinanderliegen. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück“, wird Kümmel zitiert. Europaweit seien 300 Schließungen und 75 Neueröffnungen geplant.
Nach Angaben des Unternehmens sollen Beschäftigte von geschlossenen Standorten möglichst in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden. Kündigungen seien im Zuge des Filialabbaus nicht geplant, habe Kümmel erklärt. Kik beschäftigt demnach rund 19.000 Menschen in Deutschland. Ende des Jahres soll der Discounter hierzulande noch rund 2.200 Filialen betreiben.
Keine Informationen zu Standorten in der Region
Ob von den Schließungen auch Standorte in Koblenz und der Region betroffen sind, ist weiterhin unklar. Im März hatte das Unternehmen den Plan öffentlich gemacht, rund 300 Standorte in ganz Europa schließen zu wollen. Parallel dazu wurde jedoch im Forum in Koblenz auch die Neueröffnung eines neuen Standorts angekündigt (Merkurist berichtete).
Kik betreibt laut dem Filialfinder auf der Unternehmens-Homepage unter anderem drei Geschäfte in Koblenz sowie jeweils eins im Gewerbepark in Mülheim-Kärlich und in Bendorf. Auf eine telefonische Anfrage bei der Pressestelle in der Kik-Zentrale in Bönen (Nordrhein-Westfalen) waren keine Informationen zu den Standorten in Koblenz und der Umgebung zu erhalten.
Auf der unbestätigten Liste, die der Münchner Merkur und t-online.de jetzt veröffentlicht haben, sind mehr als 60 Kik-Standorte genannt, die in diesem Jahr bereits geschlossen wurden. Bis zum Jahresende sollen es 150 Läden deutschlandweit sein. Nur aus drei Bundesländern, Rheinland-Pfalz, Bremen und dem Saarland, sind keine Filialen in der Übersicht zu finden. Diese erhebe allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit.