Die Polizeiinspektion Andernach hat am Mittwoch (11. März) gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Jugendamt der Stadt Jugendschutzkontrollen durchgeführt. Das teilt die Polizeidirektion Koblenz mit. Bei den Kontrollen kamen sogenannte Testkäufe zum Einsatz.
Ziel der Aktion war es zu überprüfen, ob sich der Einzelhandel und Gewerbetreibende in Andernach an die Jugendschutzbestimmungen halten. Konkret ging es um den Verkauf von Alkohol und Tabakwaren. Als Testkäufer waren zwei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren im Einsatz. Sie nahmen freiwillig teil, die Eltern hatten zuvor ihre Zustimmung gegeben.
Insgesamt überprüften die Behörden acht Supermarkt- und Lottofilialen im Stadtgebiet. Die beiden Schüler versuchten dort, alkoholische Getränke aus dem Regal zu kaufen oder fragten an der Kasse nach Tabakwaren und Vapes.
Drei von acht Geschäften fallen durch
Das Ergebnis: In fünf der überprüften Filialen wurde den Jugendlichen der Verkauf von Alkohol oder Tabakwaren verweigert. In drei Geschäften gelang es den Schülern jedoch, alkoholische Getränke zu erwerben.
Direkt nach den Käufen suchten die Einsatzkräfte das Gespräch mit den betroffenen Kassierern und den Geschäftsführungen. Es wurden Verwarnungen ausgesprochen und sogenannte Lob- oder Tadelbriefe übergeben. Gegen die drei Filialen, in denen die Testkäufer erfolgreich waren, wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet. Die Polizei kündigte zudem Folgekontrollen an.
Abschließend weist die Polizei darauf hin, dass die Abgabe von jugendgefährdenden Produkten eine Ordnungswidrigkeit nach dem Jugendschutzgesetz darstellt. Im Wiederholungsfall könnten empfindliche Bußgelder verhängt werden.