Personalkosten in Koblenz: Stadt muss Millionen nachschießen

Die Stadt Koblenz muss erheblich tiefer in die Tasche greifen, um die Erhöhung der Gehälter der städtischen Beamten, Angestellten und Arbeiter im Jahr 2025 zu finanzieren.

Personalkosten in Koblenz: Stadt muss Millionen nachschießen

Geplant hatte die Stadt Koblenz im Haushalt des vergangenen Jahres mit einer Tarifsteigerung um 1,0 Prozent, heißt es in einer Vorlage für den Stadtrat. Tatsächlich wurden die Löhne und Gehälter aber ab April um 3,0 Prozent erhöht, mindestens aber um 110 Euro.

Dazu kam, dass die Zahl der Stellen in der Verwaltung nicht so stark gesunken ist, wie erwartet. Gerechnet hatte die Stadt mit einer Vakanz von 8,8 Prozent der Stellen. Tatsächlich lag der Anteil erheblich niedriger. Im letzten Quartal 2025 waren zum Beispiel nur sechs Prozent der Stellen unbesetzt.

Stadtrat muss unerwartete Mehrkosten bewilligen

Die Folgen für den Haushalt sind heftig. Insgesamt wurden die Etatposten für Dienstbezüge und Entgelte um 4,76 Millionen Euro überschritten. Auch die Beihilfeausgaben für die Krankheitskosten der Beamten stiegen drastisch – um 1,17 Millionen Euro auf 5,16 Millionen Euro. Die Stadt hatte zwar mit höheren Ausgaben gerechnet, am Ende fehlten aber 700.000 Euro für die Beihilfe.

Gleichzeitig konnte die Stadt aber bei Versorgungsausgaben sparen. Außerdem fielen die Ausgaben für die Wahlhelfer bei der Oberbürgermeisterwahl niedriger aus als geplant, weil Amtsinhaber David Langner schon im ersten Wahlgang klar im Amt bestätigt wurde. Deshalb entfielen die Ausgaben für die bereits eingeplante Stichwahl.

Unter dem Strich muss der Stadtrat wegen der unerwarteten Mehrkosten beim Personal eine überplanmäßige Aufwendung von 935.600 Euro und eine überplanmäßige Auszahlung von 4.430.700 Euro genehmigen.