Mehr Gehalt gefordert: Warnstreik auch an Hochschule und Uni Koblenz

Wegen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder ruft ver.di für Dienstag landesweit zum Warnstreik auf. Das hat Folgen: Unter anderem bleiben Mensen und Kitas geschlossen. In Mainz gibt es einen Demonstrationszug.

Mehr Gehalt gefordert: Warnstreik auch an Hochschule und Uni Koblenz

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) für Dienstag, 10. Februar 2026, zu einem Warnstreik auf. In der Landeshauptstadt Mainz wird zentral demonstriert. Das hat die Gewerkschaft in einer Pressemeldung mitgeteilt. Mit dem Streik soll der Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde erhöht werden, die von Mittwoch, 11. Februar, bis Freitag, 13, Februar, ansteht.

Aufgerufen zum Streik sind alle Beschäftigten im Geltungsbereich des TV-L in den ver.di-Bezirken Mittelrhein und Pfalz. In Koblenz sind das unter anderem Mitarbeitende des Studierendenwerks, der Universität und der Hochschule Koblenz sowie der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach.

Der Warnstreik wird spürbare Auswirkungen haben: Die Kita des Studierendenwerks in Koblenz bleibt zu. Für die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach wurde eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, um die Notfallversorgung sicherzustellen.

Sieben Prozent mehr Gehalt gefordert

Die Beschäftigten fordern in der Tarifrunde sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich. Für Nachwuchskräfte soll die Vergütung um 200 Euro pro Monat steigen. Außerdem fordert ver.di die unbefristete Übernahme nach einer erfolgreichen Ausbildung sowie die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte.

Fabian Gödeke, Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirks Mittelrhein, betont: „Wir streiken, weil Wertschätzung nicht aus warmen Worten besteht, sondern aus Ergebnissen am Verhandlungstisch. Vor der dritten Runde braucht es Bewegung, keine Ausreden.“