Messerangriff in Koblenz: Polizei nennt Details zu den Tatverdächtigen

Nach der Messerattacke am Koblenzer Zentralplatz gibt es neue Details zu den Tatverdächtigen. Es handelt sich um polizeibekannte Jugendliche, die wieder auf freiem Fuß sind.

Messerangriff in Koblenz: Polizei nennt Details zu den Tatverdächtigen

Nach der Messerattacke in der Koblenzer Innenstadt am vergangenen Donnerstag, 2. April, hat die Polizei nun weitere Details zum Tathergang und den Verdächtigen bekannt gegeben. Das berichtet die Rhein-Zeitung unter Berufung auf eine Polizeisprecherin.

Der Angriff auf einen 30-jährigen Mann begann demnach gegen 17 Uhr vor einem Modegeschäft in der Viktoriastraße. Dort habe ein Jugendlicher aus einer siebenköpfigen Gruppe heraus dem Mann in den Rücken gestochen. „Der Geschädigte versuchte, sich durch Flucht zu entziehen“, zitiert die Zeitung die Polizei-Pressesprecherin. Der Mann sei in Richtung Zentralplatz geflohen, wurde dort aber von den Angreifern eingeholt und erneut in den Rücken gestochen.

Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde auch Pfefferspray eingesetzt, wodurch der 26-jährige Begleiter des Opfers sowie ein unbeteiligtes neunjähriges Kind verletzt wurden. Die Täter flüchteten zunächst.

Tatverdächtige sind 16 bis 18 Jahre alt

Noch in der Nacht konnten laut des Berichts drei Tatverdächtige im Alter von 16 bis 18 Jahren ermittelt und festgenommen werden. Nachdem die Staatsanwaltschaft informiert worden war, wurden die Jugendlichen am nächsten Morgen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um polizeibekannte Jugendliche. Sowohl sie als auch das 30-jährige Opfer haben einen Migrationshintergrund.

Der 30-Jährige erlitt keine lebensgefährlichen Verletzungen und konnte das Krankenhaus noch in der Nacht verlassen. Das Kind wurde wegen gereizter Augen vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Das Motiv für den Angriff ist weiterhin unklar, die Ermittlungen dauern an.