Auf der Autobahn 61 ist am Samstagnachmittag ein Autotransporter verunglückt und hat für eine stundenlange Vollsperrung in Richtung Norden gesorgt. Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Unfall gegen 13:30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Emmelshausen und Boppard.
Der 29-jährige Fahrer des Transporters hatte während eines Überholmanövers aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Gespann verloren. Der Transporter, der ein Auto geladen hatte, und sein Anhänger mit zwei weiteren Fahrzeugen gerieten ins Schleudern, überschlugen sich und blieben mitten auf der Fahrbahn liegen.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde das auf dem Transporter geladene Auto in die Mittelschutzplanke geschleudert. Der Fahrer und sein Beifahrer wurden bei dem Unfall verletzt. Rettungskräfte brachten die beiden in ein Krankenhaus nach Koblenz.
Rettungsgasse erschwert Anfahrt der Helfer
Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort, darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus Pfalzfeld und Emmelshausen mit insgesamt 59 Helfern, die Autobahnmeisterei, mehrere Rettungswagen und ein Notarzt. Die Anfahrt zur Unfallstelle gestaltete sich für die ersten Fahrzeuge jedoch schwierig, da die Rettungsgasse von anderen Verkehrsteilnehmern nicht ausreichend gebildet worden war.
Sechs Kilometer Stau und hoher Sachschaden
Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Norden für rund fünfeinhalb Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Emmelshausen abgeleitet. Zeitweise bildete sich ein Rückstau von etwa sechs Kilometern, in dem zahlreiche Autofahrer festsaßen. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf einen hohen fünfstelligen Betrag.