Über die Rettungsleitstelle Koblenz wurde der Polizei ein Arbeitsunfall in der Werftstraße gemeldet. Zeugen berichteten von einem lauten Knall – der Verdacht auf einen Stromunfall lag nahe. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der verletzte Arbeiter bereits im Rettungswagen versorgt worden.
Nach ersten Informationen wollte der Mann mit einem Überdruckwasserstrahl Betonreste von einer Oberfläche entfernen. Dabei durchstieß der kräftige Wasserstrahl eine unterliegende Mittelspannungsleitung.
Strom überspringt – Arbeiter erleidet Verbrennungen
Durch den überspringenden Strom erlitt der Arbeiter laut den behandelnden Rettungssanitätern Verbrennungen am rechten Arm. Zudem kam es zu Herzrhythmusstörungen, weshalb der Mann umgehend in das Krankenhaus Neuwied gebracht wurde. Dort bleibt er zur weiteren Überwachung.
Ein Kollege, der sich ebenfalls an der Unfallstelle befand, bestätigte den Ablauf des Geschehens gegenüber den Beamten.
Leitungen nicht verzeichnet – Ermittlungen laufen
Besonders brisant: Nach Rücksprache mit den anwesenden Arbeitern war weder die betroffene Stromleitung noch eine angrenzende Gasleitung in den Bauplänen verzeichnet.
Wie es zu dieser gefährlichen Fehlinformation kommen konnte, ist derzeit unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, und die zuständigen Behörden wurden informiert.
Gefährlicher Einsatz – Glück im Unglück
Trotz der Schwere des Stromunfalls scheint der Verletzte außer Lebensgefahr zu sein. Die Ermittler arbeiten nun daran zu klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und warum wichtige Leitungen vor Ort nicht dokumentiert waren.