Rheinkreuzung bei Koblenz: Amprion erneuert Strommasten für Ultranet

Für die Stromtrasse Ultranet werden bei Koblenz die Masten der Rheinkreuzung erneuert. Nach einer planmäßigen Pause gehen die Bauarbeiten im Juli weiter. Zwei der neuen Masten werden niedriger.

Rheinkreuzung bei Koblenz: Amprion erneuert Strommasten für Ultranet

Der Netzbetreiber Amprion erneuert für die Gleichstromverbindung Ultranet die Rheinkreuzung im Landkreis Mayen-Koblenz. Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Bauarbeiten nach einer dreimonatigen Pause im Juli wieder aufgenommen. Betroffen sind die Standorte in Koblenz-Wallersheim, Niederwerth und Urbar.

Die Arbeiten sind notwendig, da die drei bestehenden Freileitungsmaste ausgetauscht werden müssen. Sie wurden zuletzt in den 1980er-Jahren saniert und sind nun altersbedingt erneuerungsbedürftig. Die alten Masten werden im direkten Umfeld durch neue ersetzt.

Neue Masten sind teilweise niedriger

Die neuen Ersatzmaste in Koblenz-Wallersheim (93,5 Meter) und auf der Rheininsel Niederwerth (96,5 Meter) werden rund 15 Meter niedriger sein als die alten, die später demontiert werden. In Urbar hingegen wird der neue Mast mit etwa 66 Metern etwas höher als der bisherige 60-Meter-Mast.

Im Frühjahr wurden die Stahlgittermaste in Koblenz und Niederwerth bereits vormontiert und Stück für Stück mit einem Autokran aufgebaut. „Seit Mai pausierten die Arbeiten, da erst ab August eine Freischaltung der bestehenden Leitung möglich ist, um die neuen Maste weiter in die Höhe zu bauen“, erklärt Projektsprecherin Sandra Müller.

Abschluss der Arbeiten für Oktober geplant

Sobald die Leitung abgeschaltet ist, können die Maste fertiggestellt werden. Anschließend werden die Leiterseile von den alten auf die neuen Masten umgehängt. „Die Bauarbeiten werden nach aktuellem Plan bis Oktober dauern“, so Müller weiter. Danach werden die alten Masten abgebaut und alle Arbeitsflächen sowie Zufahrtswege zurückgebaut. Eine ökologische Baubegleitung überwacht die Arbeiten, um die Eingriffe in die Umwelt gering zu halten.

Die Rheinkreuzung ist Teil der rund 340 Kilometer langen Gleichstromverbindung Ultranet, die von Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg führt. Sie soll künftig große Strommengen transportieren und so das Netz für eine klimaneutrale Zukunft leistungsfähiger machen.