Koblenz denkt über Sicherheitsdienst für Schulen, Kitas und weitere Gebäude nach

Die Stadtverwaltung Koblenz bereitet zusätzliche Sicherungsmaßnahmen an städtischen Einrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten vor. An bis zu 67 Gebäuden der Stadt sollen künftig Pforten- und Sicherheitsdienste eingesetzt werden können.

Koblenz denkt über Sicherheitsdienst für Schulen, Kitas und weitere Gebäude nach

Der sexuelle Übergriff eines 20-Jährigen auf ein 11-jähriges Mädchen an einer Koblenzer Schule wühlt viele Koblenzer auf. Viele fragen sich: Wie lassen sich solche Vorkommnisse in Zukunft verhindern? Die Stadtverwaltung hat zwei Wochen vor dem Vorfall zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung von Kitas, Schulen und anderer städtischer Gebäude ins Auge gefasst.

An bis zu 67 Gebäuden der Stadt sollen künftig Pforten- und Sicherheitsdienste eingesetzt werden können. Damit reagiert die Verwaltung anscheinend auf die zunehmende Zahl von Gewalttaten und Amokläufen in Verwaltungseinrichtungen und Schulen in anderen Städten.

Überwachung per Video geplant

Laut einer Ausschreibung sollen die Wachleute „Zutritts- und Einlasskontrollen“ durchführen, die Einrichtungen per Video überwachen und im Alarmfall „Erstmaßnahmen entsprechend der Brandschutzordnung und dem Alarmierungs- und Evakulierungsplan“ wahnehmen. Zudem übernehmen die Sicherheitsleute das Hausrecht. Dazu zähle zum Beispiel „die Aussprache von Hausverboten, geeignete Vorgehensweisen bei festgestelltem Hausfriedensbruch und die Durchsetzung der Einhaltung der Haus- und Gestaltungsordnung“.

Die Beauftragung von Pforten- und Sicherheitsdiensten diene vor allem dazu, „einen geordneten Betrieb sowie die Zutrittskontrolle und Besuchersteuerung in städtischen Gebäuden bei Bedarf sicherzustellen“, heißt es zu der Ausschreibung bei der Stadt.

Rathausgebäude I hat Pfortendienst

Bisher gibt es nur einen Pfortendienst am Rathausgebäude I in der Altstadt, der in der Regel werktags für zwei bis vier Stunden besetzt ist. In einer Anlage der Ausschreibung nennt die Stadt für den neuen Sicherheitsdienst sämtliche künftige Objekte. Darunter werden neben den Rathäusern auch das Ordnungsamt Abteilung Migration/Integration, die Zulassungsstelle und das Kurt-Esser-Haus im Markenbildchenweg genannt.

Dazu kommen alle Grundschulen, die Gymnasien und sonstigen Schulen sowie sechs Kindertagesstätten. Die Aufzählung diene nur einer Übersicht für die potentiellen Auftragnehmer, betont die Stadtverwaltung. „Sie stellt keine Festlegung dar, dass an allen genannten Standorten Pfortendienste eingerichtet werden. Der tatsächliche Einsatz erfolgt bedarfsorientiert und nur an einzelnen Objekten.“