TuS Koblenz vs. Gau-Odernheim: Verband hat über Spielwertung entschieden

Der Protest von TuS Koblenz nach der Niederlage in Gau-Odernheim wurde abgewiesen. Der Verein hatte die Platzgröße bemängelt. Eine Berufung gegen das Urteil ist aber weiterhin möglich.

TuS Koblenz vs. Gau-Odernheim: Verband hat über Spielwertung entschieden

Die Spruchkammer des Fußball-Regionalverbands (FRV) Südwest hat den Protest von TuS Koblenz gegen die Wertung des Oberliga-Spiels beim TSV Gau-Odernheim in Gau-Heppenheim zurückgewiesen. Das berichten mehrere Medien am Freitag übereinstimmend. Die Partie Ende August endete mit einer 1:5-Niederlage für die Koblenzer.

Bereits vor dem Spiel hatte die TuS Koblenz beim Verband offiziell hinterlegt, nicht auf dem Ausweichplatz in Gau-Heppenheim antreten zu wollen. Der Verein zweifelte an der Regelkonformität der Spielfeldgröße, nachdem der heimische Rasenplatz von Gau-Odernheim aufgrund von Hitze-Schäden gesperrt war.

Nach der Niederlage legte der Verein dann wie angekündigt Protest ein. „Mit dem Protest möchten wir weder die Leistung der Mannschaft schönreden noch uns dahinter verstecken. Dennoch müssen bei einem Fußballspiel faire und regelkonforme Bedingungen herrschen“, teilte TuS-Präsident Christian Krey in einer offiziellen Mitteilung des Vereins mit. Eine nachträgliche Vermessung durch ein Fachbüro bestätigte, dass der Platz kein perfektes Rechteck ist: An der schmalsten Stelle misst er nur 57,2 Meter und ist damit fast drei Meter schmaler als das in den Oberliga-Statuten geforderte Mindestmaß von 60 Metern.

Sportgericht begründet Entscheidung

Trotz des nachgewiesenen Maßes lehnten die Sportrichter den Protest ab. Die Begründung: Die Platzbedingungen seien für beide Mannschaften dieselben gewesen. Außerdem müssten Regelwidrigkeiten das Spiel maßgeblich beeinflussen, damit ein Ergebnis annulliert werde, was hier nicht der Fall gewesen sei.

Gegen die Entscheidung des Sportgerichts kann die TuS Koblenz noch Berufung einlegen. Der TSV Gau-Odernheim zeigte sich erfreut über das Urteil. „Für uns ist das Thema damit abgeschlossen – unser Blick richtet sich nun auf die kommenden sportlichen Aufgaben“, wird Abteilungsleiter Michael Maier in der Mainzer Allgemeinen Zeitung zitiert.