Aus für Rofu in Mülheim-Kärlich: 12 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland schließt seine Filiale im Gewerbepark Mülheim-Kärlich. Zwölf Mitarbeiter sind betroffen. Die Schließung ist Teil einer großen Sanierung nach der Insolvenz.

Aus für Rofu in Mülheim-Kärlich: 12 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland schließt seine Filiale im Gewerbepark in Mülheim-Kärlich. Obwohl ein neuer Investor für das insolvente Unternehmen gefunden wurde, gehört der Standort zu den 27 Filialen, die nicht weitergeführt werden. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Für die zwölf Mitarbeiter am Standort Mülheim-Kärlich bedeutet dies den Verlust ihres Arbeitsplatzes, wie ein Sprecher gegenüber der Rhein-Zeitung bestätigte. Die Entscheidung, welche Filialen schließen müssen, sei anhand mehrerer Kriterien getroffen worden. Für Mülheim-Kärlich nannte der Sprecher „betriebswirtschaftliche Kennzahlen“, die „Attraktivität des Standorts für Rofu“ sowie die Wettbewerbssituation als Gründe.

Rettung für die Mehrheit der Filialen

Der Spielwarenhändler aus Hoppstädten-Weiersbach hatte im Januar ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Nun wurde mit der Kids & School Holding GmbH ein Investor gefunden, der das Unternehmen finanziell neu aufstellen soll. Durch die Übernahme können 77 der insgesamt 104 Rofu-Filialen fortgeführt und somit rund 1.120 Arbeitsplätze erhalten werden.

Die 27 Standorte, die nicht Teil des neuen Konzepts sind, werden jedoch geschlossen. In diesen Filialen, zu denen auch Mülheim-Kärlich gehört, soll voraussichtlich bis Juli ein Räumungsverkauf stattfinden, bevor sie endgültig ihre Türen schließen.

„Schmerzhaft, aber unvermeidbar“

„Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar“, erklärt Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing. Eine langfristige Fortführung des Unternehmens sei nur durch diese Restrukturierung möglich gewesen, ansonsten hätte die Schließung des gesamten Betriebs gedroht.

Neben den rund 330 Mitarbeitern in den schließenden Filialen wird es auch in der Unternehmenszentrale und im Außenlager zu einem Personalabbau kommen. Laut der Investorenvereinbarung soll das Sanierungsverfahren im Sommer abgeschlossen sein, sodass Rofu Kinderland ab August wieder eigenständig handeln kann.