Ab Montag: Blitzermarathon in der Region Koblenz

Mitten in den Sommerferien startet die Polizei in der Region Koblenz eine Blitzer-Woche. Autofahrer müssen sich vom 3. bis 9. August auf verstärkte Radarkontrollen einstellen.

Ab Montag: Blitzermarathon in der Region Koblenz

Autofahrer in der Region Koblenz müssen sich in der ersten Augustwoche auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche, der sogenannten „Speedweek“, wird die Polizei vom 3. bis zum 9. August verstärkt Jagd auf Raser machen. Das teilt der ADAC mit. Ziel der Aktion ist es, auf die Gefahren von zu schnellem Fahren aufmerksam zu machen, einer der häufigsten Unfallursachen.

Die Kontrollen finden mitten in der Hauptreisezeit während der Sommerferien statt. Anders als bei der Aktion im Frühjahr gibt es laut ADAC keinen Haupt-Blitzertag. Stattdessen werden die Messungen mit gleichbleibender Intensität über die gesamte Woche verteilt. An der Aktion nehmen 13 Bundesländer teil, nur Bayern, Sachsen und das Saarland verzichten darauf .

Hier wird besonders kontrolliert

Die Polizei wird die Blitzer vor allem an unfallträchtigen Streckenabschnitten und in besonders gefährdeten Bereichen aufstellen. Dazu zählen die Umgebungen von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheimen sowie Baustellen. Kontrolliert wird sowohl auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts.

Die meisten Bundesländer, so auch Rheinland-Pfalz, geben die genauen Standorte der Messstellen im Vorfeld nicht bekannt. Bei der letzten „Speedweek“ im April wurden in Rheinland-Pfalz insgesamt 48.741 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.

Diese Strafen drohen bei zu hohem Tempo

Wer geblitzt wird, muss mit den üblichen Bußgeldern, Punkten in Flensburg und möglichen Fahrverboten rechnen. Die Strafen (ohne Bearbeitungsgebühren) im Überblick:

Innerorts:

  • bis 10 km/h zu schnell: 30 Euro

  • 11 - 15 km/h zu schnell: 50 Euro

  • 16 - 20 km/h zu schnell: 70 Euro

  • 21 - 25 km/h zu schnell: 115 Euro und ein Punkt

  • 26 - 30 km/h zu schnell: 180 Euro, ein Punkt und ein Monat Fahrverbot*

  • 31 - 40 km/h zu schnell: 260 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

  • 41 - 50 km/h zu schnell: 400 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

  • 51 - 60 km/h zu schnell: 560 Euro, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot

  • 61 - 70 km/h zu schnell: 700 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot

  • über 70 km/h zu schnell: 800 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot

Außerorts:

  • bis 10 km/h zu schnell: 20 Euro

  • 11 - 15 km/h zu schnell: 40 Euro

  • 16 - 20 km/h zu schnell: 60 Euro

  • 21 - 25 km/h zu schnell: 100 Euro und ein Punkt

  • 26 - 30 km/h zu schnell: 150 Euro, ein Punkt und ein Monat Fahrverbot*

  • 31 - 40 km/h zu schnell: 200 Euro, ein Punkt und ein Monat Fahrverbot*

  • 41 - 50 km/h zu schnell: 320 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

  • 51 - 60 km/h zu schnell: 480 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

  • 61 - 70 km/h zu schnell: 600 Euro, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot

  • über 70 km/h zu schnell: 700 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot

*Ein Fahrverbot droht hier in der Regel nur, wenn man innerhalb eines Jahres zweimal mit mehr als 25 km/h zu schnell geblitzt wird.

ADAC sieht Beitrag zur Verkehrssicherheit

Nach Ansicht des ADAC leisten die Blitzer-Aktionswochen einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Sie würden durch die mediale Aufmerksamkeit das Bewusstsein für die Gefahren von zu schnellem Fahren schärfen und Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Dauerhaft könnten solche Aktionen die Risiken im Straßenverkehr jedoch nicht beseitigen.

Ulrich Chiellino, Verkehrspsychologe beim ADAC, appelliert an die Eigenverantwortung der Fahrer: „Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen. Jeder Verkehrsteilnehmende sollte sein Verhalten immer wieder hinterfragen und falls nötig verändern. Wir alle sind aufgefordert, mehr Achtung zu zeigen.“