Philip Rünz will für Koblenz im Landtag Verantwortung übernehmen

Der CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis Koblenz ist Mitglied des Stadtrates, verantwortet dort unter anderem die Bereiche Sicherheit, Digitalisierung und Jugend.

Philip Rünz will für Koblenz im Landtag Verantwortung übernehmen

Philip Rünz ist 28 Jahre alt, Bundeswehrbeamter und gebürtiger Koblenzer. Aufgewachsen in der Stadt, in der er heute politisch Verantwortung übernehmen will, kennt er die Region nicht nur aus Statistiken, sondern aus eigener Erfahrung. Seine Kandidatur versteht Rünz als bewussten Schritt aus der Rolle des Beobachters heraus.

„Nicht nur kritisieren, sondern selbst Verantwortung übernehmen“, beschreibt er seine Motivation. Bereits im Stadtrat engagiert er sich nach eigenen Angaben für konkrete Verbesserungen im Alltag – auch bei vermeintlich kleinen Dingen. So habe er sich etwa für aufmerksamkeitsstarke Sprüche auf Mülleimern eingesetzt, um die Sauberkeit im Stadtbild zu verbessern. Größere Aufmerksamkeit bekam eine Petition gegen die Situation am Peter-Altmeier-Ufer, bei der er nach eigener Darstellung rund 1.400 Unterschriften gegen einen als gefährlich empfundenen Hindernisparcours sammelte. Die Aktion habe ein Umdenken bei der Stadt angestoßen.

Politisches Interesse begleitet Rünz schon seit der Schulzeit. Aktiv engagiert habe er sich jedoch erst nach seinem Studium in Mannheim. Sein persönlicher Hintergrund spielt dabei eine wichtige Rolle. Seine Mutter stammt aus Vietnam und arbeitet als Kellnerin, sein Vater ist Elektriker. Akademische Laufbahnen seien in seiner Familie kein Selbstläufer gewesen. Früh habe er Werte wie Fleiß, Disziplin und Verantwortung vermittelt bekommen. Berufsbegleitend absolvierte er bei der Bundeswehr zwei Studienabschlüsse und engagierte sich parallel ehrenamtlich politisch.

Seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur ist Rünz nach eigenen Angaben viel unterwegs. Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, Termine vor Ort und zahlreiche Fachpraktika gehören zu seinem Alltag. Dabei habe er unter anderem im Rettungsdienst, beim Ordnungsamt, in der Gastronomie und im Handel gearbeitet. Ziel sei es gewesen, die Arbeitsrealität besser zu verstehen. „Es macht einen Unterschied, Dinge theoretisch zu kennen oder sie selbst erlebt zu haben“, sagt Rünz.

Inhaltlich setzt er Schwerpunkte bei Sicherheit, Wirtschaft und Bildung. Dabei gehe es nicht nur um objektive Sicherheitslage, sondern auch um das Sicherheitsempfinden der Menschen. Polizei und Sicherheitskräfte müssten aus seiner Sicht besser ausgestattet und personell verstärkt werden. Gleichzeitig betont er die Bedeutung des regionalen Mittelstands als wirtschaftliches Rückgrat der Region.

Mit Blick auf das Land Rheinland-Pfalz sieht Rünz insbesondere im Bildungsbereich Handlungsbedarf. Der Hochschulstandort Koblenz sei unterfinanziert, zudem fehlten landesweit zehntausende Kita-Plätze sowie entsprechendes Personal. Schulen müssten besser auf aktuelle Herausforderungen vorbereitet werden, gleichzeitig fordert er eine stärkere Konzentration auf grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Region Koblenz sei im Land in den vergangenen Jahren nicht ausreichend vertreten gewesen – das wolle er ändern.

Nach einer ersten Legislaturperiode möchte Rünz als jemand wahrgenommen werden, der sachlich, verantwortungsvoll und nah an den Menschen arbeitet. Klartext zu sprechen schließt er dabei nicht aus. Sein persönliches politisches Leitmotiv beschreibt er mit dem Begriff „Aufstieg durch Leistung“. Dieses Versprechen könne aus seiner Sicht nur durch verlässliche Bildungswege eingelöst werden – von der Kita bis zur Hochschule. Seine eigene Biografie sieht er dabei als Beispiel dafür, wie entscheidend gleiche Chancen für den weiteren Lebensweg sein können.