Die Suche nach qualifizierten Pflegekräften gehört zu den größten Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen. Während viele Einrichtungen noch nach Lösungen suchen, geht die BDH-Klinik Vallendar seit Jahren einen konsequenten Weg und blickt dabei weit über Deutschland hinaus. Die neurologische Fachklinik rekrutiert gezielt internationale Pflegefachkräfte, insbesondere aus Indien und Sri Lanka und setzt dabei auf ein umfassendes Integrationskonzept. „Das ist kein einfacher Bewerbungsprozess, sondern ein Gesamtpaket“, erklärt Jörg Biebrach, Pflegedienstleiter und Qualitätsmanagementbeauftragter der Klinik. „Wer internationale Fachkräfte gewinnen will, muss Integration von Anfang an mitdenken.“
Ein Jahr Vorbereitung bis zum ersten Arbeitstag
Der Weg einer internationalen Pflegefachkraft nach Deutschland beginnt lange vor der eigentlichen Einreise. Gemeinsam mit spezialisierten Agenturen sucht die Klinik gezielt nach qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern. Viele verfügen bereits über einen akademischen Abschluss im Pflegebereich.Nach digitalen Bewerbungsgesprächen per Videokonferenz beginnt der aufwendigste Teil des Prozesses: Anerkennungsverfahren, Visum, Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis. Gerade bei Bewerbern aus Nicht-EU-Staaten kann sich dieser Ablauf über viele Monate ziehen.„Von der Auswahl bis zur tatsächlichen Einreise dauert es oft sechs bis zwölf Monate“, sagt Biebrach. „Und häufig eher Richtung zwölf Monate.“Besonders komplex sei die berufliche Anerkennung in Deutschland. Übersetzte Dokumente, unterschiedliche Vorgaben der Bundesländer und bürokratische Verfahren verlangten viel Geduld sowohl von den Bewerbenden als auch von der Klinik.
Integration bedeutet mehr als Einarbeitung
Mit der Ankunft in Deutschland beginnt für die neuen Mitarbeitenden ein völlig neuer Lebensabschnitt. Genau deshalb endet die Unterstützung in der BDH-Klinik Vallendar nicht am ersten Arbeitstag.Die Klinik organisiert Wohnraum, begleitet Behördengänge, unterstützt bei Kontoeröffnungen und hilft bei alltäglichen Fragen. Gerade Wohnraum sei in Vallendar und der Region Koblenz ein sensibles Thema.„Wir haben selbst Wohnungen gekauft und zu Wohngemeinschaften umgebaut“, erklärt Biebrach. „Ohne Wohnraum funktioniert Integration nicht.“Darüber hinaus begleiten Integrationsbeauftragte die neuen Kolleginnen und Kollegen über Monate hinweg. Sie helfen bei sprachlichen Herausforderungen, erklären kulturelle Unterschiede und unterstützen auch privat.„Es geht um viel mehr als nur Arbeit“, betont Biebrach. „Wenn es den Menschen privat gut geht, sind sie auch beruflich erfolgreicher.“
Pflegeberuf mit Zukunft und Sinn
Trotz aller Herausforderungen sieht Biebrach den Pflegeberuf weiterhin als äußerst attraktiv. Besonders die generalistische Pflegeausbildung habe neue Möglichkeiten geschaffen.„Pflege bietet enorme Jobsicherheit, vielfältige Karrierewege und eine sinnvolle Tätigkeit“, sagt er. „Man kann sich spezialisieren, Führungsverantwortung übernehmen oder in Qualitätsmanagement und Rehabilitation arbeiten.“Gerade die Vielseitigkeit mache den Beruf interessant. Ob Krankenhaus, Reha, Altenpflege oder ambulante Versorgung: Pflegekräfte hätten heute zahlreiche berufliche Perspektiven.Hinzu komme die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Berufs. „Man arbeitet mit Menschen, übernimmt Verantwortung und kann wirklich etwas bewirken.“
Spezialisierte Ausbildung in der Neurologie
Die BDH-Klinik Vallendar ist auf neurologische Rehabilitation spezialisiert und bietet ein umfassendes Behandlungskonzept von der Frührehabilitation bis zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation. Für Auszubildende und Fachkräfte bedeutet das ein besonders breites Spektrum an Erfahrungen. Von Beatmungsentwöhnung über neurologische Frührehabilitation bis hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychologie lernen Mitarbeitende verschiedenste Fachbereiche kennen.„Nur wenn alle Berufsgruppen eng zusammenarbeiten, funktioniert gute Patientenversorgung“, sagt Biebrach. „Das ist wie im Fußball: Nur als Team wird man erfolgreich.“
Qualität als täglicher Anspruch
Neben der Fachkräftegewinnung setzt die Klinik auf kontinuierliches Qualitätsmanagement. Zertifizierungen wie KTQ helfen dabei, Prozesse transparent zu gestalten und die Versorgung stetig weiterzuentwickeln. Für Biebrach ist Qualität dabei kein kurzfristiges Projekt, sondern ein dauerhafter Prozess: „Man schaut regelmäßig, wo man gut ist und wo man besser werden muss.“Gerade die internationale Rekrutierung habe viele Veränderungen angestoßen etwa bei Einarbeitungskonzepten, Sprachförderung und interkultureller Zusammenarbeit.
Ein Arbeitgeber mit sozialem Anspruch
Die BDH-Klinik Vallendar gehört zum freigemeinnützigen BDH Bundesverband Rehabilitation. Gewinne fließen laut Klinik wieder in die Versorgung und die Mitarbeitenden zurück. Für Biebrach ist genau das ein wichtiger Unterschied: „Wir sind kein gewinnorientiertes Unternehmen. Das merkt man im täglichen Miteinander.“Am Ende gehe es immer um eines: Menschen zu helfen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.„Pflege ist ein Beruf mit Sinn“, sagt er. „Und genau das macht ihn auch in Zukunft unverzichtbar.“
Interesse an einem Job bei der BDH-Klinik Vallendar?
Wer sich für eine Ausbildung, einen Berufseinstieg oder einen beruflichen Neustart in der Pflege oder im Gesundheitswesen interessiert, findet auf der Karriereseite der Klinik aktuelle Stellenangebote, Ausbildungsplätze und weitere Informationen rund um die Arbeit bei der BDH-Klinik Vallendar.