Eine Stunde weniger Schlaf: In der Nacht zum Sonntag (29. März) beginnt in Deutschland und den meisten europäischen Ländern wieder die Sommerzeit. Die Uhren werden um 2:00 Uhr direkt auf 3:00 Uhr vorgestellt. Bis zum 25. Oktober gilt dann die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).
Abschaffung in der EU weiter auf Eis gelegt
Die Zeitumstellung wurde 1980 mit dem Ziel wieder eingeführt, das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Dieser Spareffekt wird von Kritikern jedoch immer wieder angezweifelt, die eine Abschaffung der halbjährlichen Umstellung fordern. Eine europaweite Lösung ist dafür notwendig, aber derzeit nicht in Sicht.
Bereits 2018 hatte die Europäische Kommission vorgeschlagen, das Drehen an der Uhr zu beenden. Vorausgegangen war eine Online-Befragung, bei der sich über 80 Prozent der Teilnehmer dafür aussprachen – von 4,6 Millionen Stimmen kamen allein rund 3 Millionen aus Deutschland. Die EU-Staaten können sich seit Jahren jedoch nicht auf eine gemeinsame Position einigen, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll.
Die EU-Kommission hält aber weiterhin an dem Plan fest und hat eine Studie zu den Folgen einer Abschaffung in Auftrag gegeben. Wie eine Sprecherin mitteilte, soll diese bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Bis dahin heißt es weiterhin: zweimal im Jahr die Uhren umstellen.