Um einen sicheren Ablauf des Straßenkarnevals zu gewährleisten, wird die Polizei Koblenz mit einem umfassenden Einsatzkonzept präsent sein. Wie die Behörde mitteilt, arbeite man dabei eng mit der Stadt, dem Ordnungsamt, den Rettungsdiensten und der Feuerwehr zusammen. Die Polizei kündigt an, an erwarteten Besucherschwerpunkten sichtbar präsent zu sein und bei Bedarf schnell einzugreifen.
Dabei appelliert die Polizei auch an die Eigenverantwortung der Feiernden und ruft dazu auf, „die närrischen Tage friedlich, fröhlich und rücksichtsvoll miteinander zu feiern“. Aggressives Verhalten, Gewalt, Belästigungen oder Sachbeschädigungen würden konsequent verfolgt. Für kurzfristige Hilfe steht am Rosenmontag zudem von 12 bis 20 Uhr die „Bunte Anlaufstelle“ in der DRK-Begegnungsstätte in der Liebfrauenkirche 20 bereit.
60.000 Euro für sicheren Rosenmontagsumzug
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Rosenmontagsumzug, der laut Zugmarschall Olav Kullak seit Jahren auf ein stetig weiterentwickeltes Sicherheitskonzept setzt. Dazu gehört, dass die Strecke seitlich geschützt wird, um offene Flanken zu vermeiden. Sogenannte Wagenengel begleiten die Festwagen zusätzlich rechts und links.
Die Sicherheitsmaßnahmen für den Umzug kosten in diesem Jahr rund 60.000 Euro, wobei sich auch die Stadt beteiligt. Insgesamt werden bei dem Zug etwa 5.000 Menschen unterwegs sein, die so sicher begleitet werden sollen, so der Zugmarschall, der den Umzug seit zwölf Jahren leitet. Weitere Details zum Schutzkonzept werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
Erhöhte abstrakte Gefährdungslage
In ganz Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Innenministeriums von Altweiberdonnerstag bis Fastnachtsdienstag mehr als 5.000 Polizeikräfte im Einsatz. Mehr als 150 Polizisten werden den Umzug in Koblenz sichern. Auch bei den Umzügen in Trier und Ludwigshafen sind jeweils mehr als 150 Beamte vor Ort. Den größten Einsatz gibt es beim Rosenmontagsumzug in Mainz mit rund 1.120 Polizistinnen und Polizisten.
Nach Angaben der Sicherheitsbehörden gibt es zwar keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Fastnachtsveranstaltungen. Dennoch bestehe aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage eine „erhöhte abstrakte Gefährdung“. Als Gründe nennt das Ministerium insbesondere den Nahostkonflikt, den Krieg in der Ukraine sowie die Entwicklungen im Iran.
Deshalb werden auch in Koblenz Videokameras zur Überwachung eingesetzt. Zudem kündigen die Polizeipräsidien verstärkte Alkoholkontrollen im Straßenverkehr an. Die Polizei rät allen Narren, Wertsachen vor Taschendieben zu schützen und die Heimfahrt frühzeitig zu planen.
Über ihre Social-Media-Kanäle und die WhatsApp-Kanäle der Polizeipräsidien will die Polizei die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend über die aktuelle Lage informieren.