Seltene Planetenparade: Sechs Planeten über der Region Koblenz sichtbar

Ein seltenes Himmelsschauspiel über Koblenz: Sechs Planeten reihen sich in den kommenden Tagen am Nachthimmel auf. Einige davon können sogar mit bloßem Auge erkennbar sein.

Seltene Planetenparade: Sechs Planeten über der Region Koblenz sichtbar

Am Wochenende lohnt sich ein Blick in den Himmel über Koblenz. Wie das Bundesministerium für Forschung und Raumfahrt mitteilt, zeigt sich eine seltene Planetenparade. Gleich sechs Planeten unseres Sonnensystems werden dann am Nachthimmel sichtbar.

Bei dem Schauspiel reihen sich Merkur, Venus, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun von der Erde aus gesehen aneinander auf. Ein solches Ereignis ist nur etwa alle zehn bis zwanzig Jahre zu beobachten. Dabei handelt es sich um eine faszinierende optische Täuschung, denn in Wirklichkeit ziehen die Planeten weiterhin auf ihren eigenen, weit voneinander entfernten Bahnen um die Sonne.

Beste Beobachtungszeit und Herausforderungen

Die beste Zeit für die Beobachtung ist kurz nach Sonnenuntergang bei klarem Himmel. Merkur, Venus, Jupiter und Saturn leuchten dabei so hell, dass sie mit bloßem Auge als leuchtende Punkte wahrgenommen werden können. Für die lichtschwächeren Planeten Uranus und Neptun ist laut den Experten allerdings mindestens ein gutes Fernglas, besser noch ein Teleskop nötig.

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, gibt es jedoch einige Herausforderungen. Die Nächte werden kürzer, wodurch das Zeitfenster für die Beobachtung schmal ist. Zudem erhellt das Licht des Mondes, der sich auf seine Vollmondphase am 3. März zubewegt, den Himmel zusätzlich. Am Sonntag, dem 1. März, zeigt sich der Planetenhaufen für rund eine Stunde am westlichen Horizont, bevor er gegen 19 Uhr verschwindet. Auch bereits am Samstag (28. Februar) soll die Parade von einigen Standorten aus sichtbar sein.

Tipps für die Planetenjagd in Koblenz

Die Chancen, den tief stehenden Neptun in der Abenddämmerung zu entdecken, sind laut Experten eher gering. Uranus steht dagegen höher am Himmel und befindet sich in der Nähe des Jupiters. Der Gasriese Jupiter ist ohnehin der beste Kandidat für Beobachtungen in den kommenden Monaten. Sein konstantes, oranges Licht ist leicht am südöstlichen Himmel zu finden.

Mit einem Fernglas lassen sich sogar seine vier größten Monde erkennen. Der Mond selbst kann bei der Orientierung helfen: Am 26. und 27. Februar steht er in der Nähe des Jupiters. Wer bei den anderen Planeten kein Glück hat, kann sich also auf den Jupiter konzentrieren.