Nach dem Tod eines 11-jährigen Jungen im Freibad in Birlenbach im Rhein-Lahn-Kreis (Mekurist berichtete) am Pfingstwochenende hat die Staatsanwaltschaft Koblenz nun Ermittlungen aufgenommen. Das berichtet der SWR auf Anfrage bei der Behörde.
Der Vorfall wurde laut Leitstelle des Rettungsdienstes am Samstagnachmittag gemeldet. Als Polizei und Rettungskräfte im Freibad eintrafen, wurde der 11-Jährige bereits reanimiert. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er später verstarb.
Staatsanwaltschaft leitet Todesermittlungsverfahren ein
Um die genauen Umstände des Todes aufzuklären, habe die Staatsanwaltschaft ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dieses soll klären, ob jemand Schuld am Tod des Jungen trage oder ob es sich um einen tragischen Unfall handele. Teil der Untersuchung sei auch eine Obduktion des Leichnams, die in den nächsten Tagen stattfinden solle. Laut Kriminalpolizei habe es zunächst keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gegeben.
Bislang sei noch unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Die bisher befragten Zeugen, zu denen auch die anwesenden Bademeister gehöre, konnten laut Staatsanwaltschaft keine sachdienlichen Hinweise geben. Es sollen aber noch weitere Zeugen vernommen werden.
Das Freibad in Birlenbach ist derzeit geschlossen. Nach Angaben der Betreiber stehe die Schließung jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Unfall, sondern hat technische Gründe. Wann das Bad wieder öffnen werde, sei noch unklar.