Reisende und Pendler auf der linken Rheinstrecke zwischen Köln und Mainz müssen sich in den kommenden Wochen auf erhebliche Fahrplanänderungen einstellen. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt, finden von Samstag, 20. Juni, bis Freitag, 10. Juli 2026, umfangreiche Instandhaltungsarbeiten statt. Besonders der Raum Koblenz ist von den Maßnahmen betroffen.
Die Arbeiten an Gleisen, Weichen und Oberleitungen sind laut DB eine wichtige Vorbereitung für ein noch größeres Bauprojekt: Ab Juli 2026 wird die rechte Rheinstrecke generalsaniert (Merkurist berichtete). Die linke Rheinseite dient dann als Ausweichroute für den Personen- und Güterverkehr und soll durch die jetzige Instandhaltung stabiler und weniger störanfällig werden. Konkret werden unter anderem zwischen Koblenz-Lützel und dem Koblenzer Hauptbahnhof Gleise erneuert und südlich der Stadt im Bereich des Kammereck-Tunnels gearbeitet. Die Bahn bittet Anwohner und Reisende um Verständnis für unvermeidbaren Baulärm.
Zahlreiche Ausfälle und Ersatzverkehr
Für den Nahverkehr rund um Koblenz haben die Bauarbeiten weitreichende Folgen. Auf mehreren Linien werden Züge durch Busse ersetzt. So ist die Linie RE2 an mehreren Tagen zwischen Koblenz Hauptbahnhof und Oberwesel beziehungsweise Bingen unterbrochen. Auch die Linie RB26 ist zwischen Oberwesel und Boppard betroffen, hier fahren ebenfalls Ersatzbusse. Die Linie RE17 entfällt zeitweise komplett zwischen Koblenz und Bingen.
In den Nächten vom 2. bis 10. Juli kommt es zu weiteren Änderungen: Die Linie RE8 wird zwischen Koblenz und Neuwied umgeleitet, die Zwischenhalte entfallen. Die RB10 fährt von Niederlahnstein direkt nach Neuwied und lässt Koblenz aus. Fahrgäste müssen in Niederlahnstein umsteigen. Im Fernverkehr werden die Züge zwischen Koblenz und Köln sowie zwischen Koblenz und Mainz umgeleitet, was zu ausfallenden Halten in Andernach und Bingen führt.
Testlauf für Sanierung im Jahr 2028
Mit den umfangreichen Sperrungen und dem eingerichteten Schienenersatzverkehr probt die Deutsche Bahn bereits für die Zukunft. Das nun eingesetzte Konzept soll auch während der Sanierung der linken Rheinstrecke im Jahr 2028 zum Tragen kommen.
Um das Ersatzkonzept zu verbessern, wird die aktuelle Maßnahme von einer Marktforschung begleitet. In den Ersatzbussen liegen entsprechende Unterlagen aus, mit denen Fahrgäste ihre Erfahrungen teilen und so helfen können, mögliche Schwachstellen aufzudecken. Die geänderten Fahrpläne sind nach Angaben der Bahn in den Online-Auskunftsmedien wie bahn.de oder zuginfo.nrw sowie über Aushänge an den Bahnsteigen einsehbar.