Das extreme Niedrigwasser des Rheins in Koblenz ist Thema einer weltweiten Berichterstattung des US-Nachrichtensenders CNN. Auf dessen Webseite und Instagram-Kanal geht es um Extremwetter, das infolge des Klimawandels europäische Flüsse austrocknet. Der Rhein hat an einigen Stellen Rekordtiefstände erreicht, die laut dem Bericht sogar aus dem Weltraum sichtbar sind.
Am Deutschen Eck in Koblenz erreichte der Wasserstand am 12. August 2026 mit nur noch einem Zentimeter ein historisches Rekordtief (Merkurist berichtete). Satellitenbilder, die einen Vergleich zwischen 2023 und 2026 zeigen, verdeutlichen das Ausmaß der Dürre mit dramatisch geschrumpften Wasserwegen und riesigen, freigelegten Sandbänken, wie etwa bei Oberwesel und am Deutschen Eck in Koblenz.
Als Ursache für die niedrigen Pegel nennt der Bericht geringen Schneefall im Winter in den Alpen, fehlenden Regen und fünf ausgeprägte Hitzewellen. Europa sei der sich am schnellsten erwärmende Kontinent, und die vom Menschen verursachte Klimakrise führe zu immer extremeren Sommern.
„Spitze des Eisbergs“
Die Auswirkungen des Niedrigwassers sind laut CNN enorm. Der Rhein ist eine lebenswichtige Verkehrsader für den Transport von Gütern wie Lebensmitteln, Kohle und Öl. Wenn der Fluss schrumpft, leiden Menschen, Wirtschaft und Ökosysteme.
Wissenschaftler warnen davor, dass solche Rekordtiefs in Zukunft noch häufiger gebrochen werden könnten. „Da sich das Klima weiter erwärmt, werden die hydrologischen Extreme, die wir derzeit erleben, nur die Spitze des Eisbergs sein“, zitiert CNN den Klimawissenschaftler Richard Allan. Die einzige Möglichkeit, diese Extreme zu begrenzen, sei die schnelle Reduzierung von Treibhausgasen.
Zum Artikel von CNN geht es hier.