Millionen-Sanierung: Koblenzer Freibad Oberwerth wird wieder zur Baustelle

Das Koblenzer Freibad Oberwerth wird erneut für mehrere Jahre zur Baustelle. Das große 50-Meter-Schwimmerbecken, die gesamte Technik und die Tribüne müssen saniert werden.

Millionen-Sanierung: Koblenzer Freibad Oberwerth wird wieder zur Baustelle

Schon mit Beginn der nächsten Saison am 1. Mai könnten die Besucher des Freibads Oberwerth in Koblenz von Einschränkungen betroffen sein. Laut einer Ausschreibung sollen sich die gesamten Arbeiten bis Ende April 2030 hinziehen.

Eine Machbarkeitsstudie vom Frühjahr 2025 hatte den Sanierungsbedarf des Freibads offengelegt. Danach gibt es im großen Schwimmerbecken „erhebliche Undichtigkeiten“ in der 15 Jahre alten Folie. Deshalb soll das Becken komplett mit Edelstahl ausgekleidet werden, wie das 2020 bereits bei den anderen Becken erfolgt ist. Weil wegen der Arbeiten damals kein Nichtschwimmerbecken zur Verfügung stand, war ein Teil des 50-Meter-Beckens angehoben worden. Diese Aufschüttungen müssen nun wieder beseitigt werden.

Photovoltaikanlage und E-Bike-Ladestation

Außerdem ist die Erneuerung der gesamten Technik geplant. Sie sei „sehr veraltet und wird auch nicht dem heutigen Sicherheitsaspekt gerecht“, heißt es in der Studie. Auch das hydraulische System des Wasseraustauschs im großen Becken entspreche „nicht mehr den Bäderrichtlinien“.

Geplant sind zudem die Ersatz der großen Uhr durch eine Digitalanzeige zusätzlich mit Wasser- und Lufttemperatur, der Aufstellung einer großen Photovoltaikanlage mit bis zu 127 kWp sowie der Einrichtung von zusätzlichen Fahrrad-Abstellplätzen mit Auflademöglichkeiten für E-Bikes.

Die Arbeiten sollen möglichst während der Schließung des Freibades von September bis Mai erfolgen. Allerdings muss das Bad auch in einer Schwimmer-Saison teilweise gesperrt werden. „Der Freibadbetrieb ist eine Saison eingeschränkt“, heißt es in der Machbarkeitsstudie. Aber das 25m-Becken und das Mehrzweckbecken könnten genutzt werden. Zudem könne es zu Lärmbelästigungen für die Badegäste kommen. Es sei zu überlegen, ob diese bei den Eintrittspreisen „durch einen möglichen Nachlass kompensiert werden“.

Für die Stadtkasse wird die Sanierung des Freibads eine teure Angelegenheit: Die Kosten werden auf 11,4 Millionen Euro geschätzt.