Strahlender Sonnenschein und Motorenlärm in der Eifel: Der traditionelle Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“ hat am Sonntag einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Wie der Nürburgring mitteilt, kamen insgesamt 46.000 Biker zum Saisonauftakt.
Schon in den Morgenstunden füllte sich das Gelände rund um das Grand-Prix-Fahrerlager mit Motorrädern aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Die Veranstalter boten den Besuchern ein vielseitiges Programm. Dazu gehörten unter anderem Sicherheitsvorführungen, eine Trial-Show und geführte Ausfahrten über die Grand-Prix-Strecke. Auch Angebote wie ein Leistungsprüfstand, eine Helmputzaktion und Trainings stießen auf großes Interesse. Zudem konnten sich die Biker bei einer Blutspendeaktion und bei der Stefan-Morsch-Stiftung engagieren.
Segen für die Saison und Korso über die Nordschleife
Als emotionale Höhepunkte galten der ökumenische Gottesdienst am Nachmittag, bei dem Pastor Klaus Kohnz und Andrea Thon-Stein den Segen für eine unfallfreie Saison spendeten. Direkt im Anschluss folgte der traditionelle Korso über die legendäre Nordschleife. Zehntausende Motorräder fuhren dabei in langsamem Tempo über die 20,832 Kilometer lange Strecke, die auch als „Grüne Hölle“ bekannt ist.
Nürburgring-Chef von Andrang beeindruckt
Angesichts des großen Andrangs öffnete der Nürburgring zusätzliche Flächen und Parkplätze, um die Eventflächen zu entlasten. „Der neue Besucherrekord zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert ‚Anlassen‘ für die Motorradszene hat“, erklärte Nürburgring-Geschäftsführer Ingo Böder. „Diese Mischung aus Leidenschaft, Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt macht die Veranstaltung jedes Jahr aufs Neue besonders.“
Nach dem erfolgreichen Saisonstart blickt der Nürburgring auf einen Sommer mit weiteren Zweirad-Veranstaltungen. Geplant sind unter anderem eine Stuntbike Competition im Mai, der Oldtimer-Grand-Prix im August und das Rennwochenende EURO MOTO im September.