Mit 235 km/h auf A3 bei Koblenz: Polizei stoppt Porsche-Raser

Ein Porschefahrer raste mit über 235 km/h über die A3. Die Polizei stoppte den jungen Mann, der unter Drogeneinfluss stand und eine kuriose Ausrede parat hatte. Er musste 10.000 Euro zahlen.

Mit 235 km/h auf A3 bei Koblenz: Polizei stoppt Porsche-Raser

Beamte Polizeiautobahnstation Montabaur haben am Dienstagmittag (4. August) einen 23-jährigen Niederländer nach einer äußerst gefährlichen Fahrt auf der Autobahn 3 gestoppt. Das meldet die Verkehrsdirektion Koblenz. Gegen den Fahrer wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Der Mann am Steuer eines Porsche 911 fiel einer Zivilstreife durch sein rücksichtsloses Fahrverhalten auf. Er fuhr mit viel zu geringem Abstand auf, überholte mehrfach verbotenerweise rechts und nutzte dabei jede noch so kleine Lücke im Verkehr. Unmittelbar vor anderen Verkehrsteilnehmern scherte er wieder ein und raste mit sehr hoher Geschwindigkeit weiter.

Während der Verfolgung erreichte der Porsche Geschwindigkeiten von mehr als 235 km/h. Obwohl die Zivilstreife mit einer geeichten Geschwindigkeit von 230 km/h fuhr, vergrößerte der junge Mann den Abstand zu den Beamten immer weiter. Zur Tatzeit am Mittag herrschte hohes Verkehrsaufkommen auf der A3 in Richtung Köln. Laut Polizei ist es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass es zu keinem Unfall kam.

Blutprobe und 10.000 Euro Sicherheitsleistung

Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Polizisten Hinweise auf Drogenkonsum. Ein Vortest reagierte positiv auf THC. Der 23-Jährige gab an, zusammen mit seinem Vater einen Coffeeshop im niederländischen Eindhoven zu betreiben und aus beruflichen Gründen regelmäßig Cannabis zu konsumieren. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an.

Da der Mann seinen Wohnsitz im Ausland hat, musste er zur Sicherung des Strafverfahrens eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro zahlen. Der Fahrer zeigte laut Polizei zu keinem Zeitpunkt Einsicht in sein Fehlverhalten. Sein niederländischer Führerschein wurde sichergestellt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Mann von seinem Vater abgeholt.

Die Auswertung der Videoaufzeichnungen zur Identifizierung weiterer gefährdeter Verkehrsteilnehmer dauert an. Zeugen oder Geschädigte, die Angaben zu diesem Vorfall machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Montabaur unter der Telefonnummer 02602/93270 zu melden.