Region Koblenz: Diese Frauen und Männer ziehen direkt in den Landtag ein

Die Menschen in Rheinland-Pfalz haben den 19. Landtag gewählt. 52 der insgesamt 101 Frauen und Männer, die ins Parlament in Mainz einziehen, haben sich ihren Platz mit der Wahlkreisstimme erobert.

Region Koblenz: Diese Frauen und Männer ziehen direkt in den Landtag ein

Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer waren am 22. März 2026 aufgerufen, den 19. Landtag des Bundeslandes zu wählen. Jeder Wähler hatte dabei zwei Stimmen, die über die Zusammensetzung des Parlaments und damit über die künftige Landesregierung entscheiden. Das Wahlsystem ist dabei nicht ganz unkompliziert.

Mit der ersten Stimme, der sogenannten Wahlkreisstimme, entscheiden die Wähler über den Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis. Davon gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 52. Wer in einem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, zieht direkt in den Mainzer Landtag ein. So wurde in und rund um Koblenz gewählt:

Wahlkreis 9 (Koblenz)

Dr. Anna Köbberling (SPD) – 10.284 Stimmen/27,8 %
Philip Rünz (CDU) 11.029 Stimmen/29,8 %

Wahlkreis 8 (Koblenz/Lahnstein)

Adriana Kauth (SPD) – 8.586 Stimmen/28,7 %
Andreas Birtel (CDU) – 10.064 Stimmen/33,6 %

Wahlkreis 10 (Bendorf/Weißenthurm)

Kai Dommershausen (SPD) – 9.545 Stimmen/25,9 %
Peter Moskopp (CDU) – 14.557 Stimmen/39,5 %

Wahlkreis 11 (Andernach)

Clemens Hoch (SPD) – 8.463 Stimmen/29,3 %
Anette Moesta (CDU) – 9.386 Stimmen/32,5 %

Hürden und Ausgleichsmandate

Die zweite Stimme ist die Landesstimme. Mit ihr wird eine Partei oder eine Wählervereinigung gewählt. Das Ergebnis dieser Zweitstimmen entscheidet darüber, wie viele der grundsätzlich 101 Sitze im Landtag in Mainz einer Partei zustehen.

Um in den Landtag einziehen zu können, muss eine Partei mindestens fünf Prozent der Landesstimmen erhalten. Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden, darf sie diese sogenannten Überhangmandate behalten.

Damit das Verhältnis der Parteien im Parlament trotzdem stimmt, erhalten die anderen Parteien zusätzliche Sitze, die sogenannten Ausgleichsmandate. Dadurch kann die Zahl der Abgeordneten im Landtag auch auf mehr als 101 Sitze hinaus anwachsen.