Sabrina aus Koblenz ist als Verführerin in der aktuellen achten Staffel der Reality-Show „Temptation Island“ zu sehen. Die 27-Jährige, die im Alltag in einer Kindertagesstätte arbeitet, stellt dort die Treue von vergebenen Männern auf die Probe. Im Gespräch mit Merkurist Koblenz erzählt sie, wie sie die Zeit in der Villa erlebt hat und welche Grenzen für sie galten.
Der Weg in die Sendung führte über ihr Management, wie Sabrina berichtet. „Da hätte ich mich, denke ich, nicht beworben, weil ich’s einfach nicht so auf dem Schirm hatte“, sagt sie. Rückblickend beschreibt sie die Teilnahme aber als eine „sehr, sehr coole Erfahrung“ und eine schöne Zeit, die sie nicht missen möchte.
„Das war wie eine Single-Villa“
Ein schlechtes Gewissen habe sie in ihrer Rolle nicht gehabt. Die Situation vor Ort habe sich anders angefühlt, als es für die Zuschauer möglicherweise wirke. „Es hat sich so angefühlt, als wären die Jungs Single“, erklärt sie. Man habe die Paare nur zu Beginn kurz zusammen gesehen, danach sei die Atmosphäre anders gewesen. „Danach war das wie eine Single-Villa.“ Ihre Aufgabe sei es gewesen, die Partner zu testen, erklärt sie ihre Sichtweise. Man wolle den Frauen damit schließlich helfen.
An die ständige Beobachtung durch Kameras habe sie sich ebenfalls gewöhnt. Die Kameras seien klein, oft unauffällig in Ecken platziert und hätten einen starken Zoom. Dadurch wisse man oft gar nicht genau, ob man gerade gefilmt werde. „Man hat da gar nicht drauf geachtet“, so Sabrina.
Klare persönliche Grenzen in der Show
Selbst mit einem Partner an dem Format teilzunehmen, kommt für die Koblenzerin allerdings nicht infrage. „Wenn meine Beziehung so stabil ist, möchte ich meinen Partner nicht unbedingt mit zwölf Frauen testen“, sagt sie. Es wäre nicht nur unangenehm, das mit anzusehen, sie stellt auch die grundsätzliche Frage: „Warum soll ich ihn testen, wenn ich ihm vertraue und die Beziehung stabil ist?“
Als Verführerin habe sie für sich klare Grenzen definiert. Körperlich sei sie nicht zu weit gegangen, betont sie. „Geschlechtsverkehr oder sonstiges, das hätte ich nicht gemacht.“ Ein Kuss wäre im Rahmen des Möglichen gewesen. Viel wichtiger sei für sie aber ohnehin die emotionale Verbindung gewesen. „Ich finde, dass die emotionale Ebene viel deeper eigentlich ist als das Körperliche. Das war auch eher mein Fokus, emotional tief mit einem Mann zu gehen“, erklärt sie.
Zwei Wochen ohne Handy als besondere Erfahrung
Was sie aus der Zeit bei „Temptation Island“ gelernt habe? Vor allem, dass sie sich selbst treu geblieben sei. Eine besonders wichtige Erfahrung sei für sie aber auch die Zeit ohne Smartphone gewesen. „Es war auf jeden Fall eine Erfahrung, mal zwei Wochen abseits ohne Handy zu sein, dass man gar nicht so die sozialen Medien braucht zum Leben. Das hat auf jeden Fall gutgetan“, berichtet sie.
Ihr Alltag habe sich nach der Rückkehr aus der Villa nicht verändert. „Es ist alles beim Alten geblieben“, sagt sie. Erleichtert sei sie aber, dass die Ausstrahlung nun begonnen hat und sie nicht mehr zum Schweigen verpflichtet ist. Sich selbst im Fernsehen zu sehen, beschreibt sie als „ein bisschen komisch, aber irgendwie lustig“, da man sich selbst aus ungewohnten Perspektiven wahrnehme.
Die neuen Folgen von „Temptation Island“ erscheinen wöchentlich auf RTL Plus. Die ersten beiden Episoden der aktuellen Staffel sind dort bereits abrufbar.