Das Tuning-Kontrollteam der Polizeidirektion Koblenz hat am vergangenen Wochenende gezielte Kontrollen der Tuner-, Poser- und Raserszene im Großraum Koblenz durchgeführt. Das teilt die Polizei mit. Unterstützt wurden die Beamten von der Verkehrsdirektion Koblenz und der Zentralen Bußgeldstelle Speyer.
Die Bilanz der Fahrzeugkontrollen fällt gemischt aus. Der überwiegende Teil der kontrollierten Fahrzeuge wies technisch zulässige und ordnungsgemäß eingetragene Veränderungen auf. Die Polizei stellte zudem fest, dass ihre sichtbare Präsenz wirkte: Im Vergleich zu früheren Kontrollen gab es im Stadtgebiet spürbar weniger typische Poserverstöße.
Dennoch stellten die Einsatzkräfte mehrere Verstöße fest. In drei Fällen führten unzulässige technische Veränderungen dazu, dass die Betriebserlaubnis erlosch. Die Weiterfahrt war für diese Fahrzeuge zunächst nicht möglich. Außerdem ahndeten die Beamten zehn Poserverstöße.
Geschwindigkeit deutlich über dem Erlaubten
Besonders auffällig waren laut Polizei die Geschwindigkeitsverstöße. Alle gemessenen Überschreitungen waren so hoch, dass den Fahrern ein Fahrverbot droht. Den Spitzenwert erreichte ein Autofahrer, der bei erlaubten 100 km/h mit 171 km/h gemessen wurde.
Den Fahrer erwarten nun ein hohes Bußgeld, Punkte im Fahreignungsregister sowie ein mehrmonatiges Fahrverbot. Die Polizei kündigte an, die Kontrollen fortzusetzen. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.