Wer zu schnell fährt oder eine rote Ampel missachtet, beschert den deutschen Städten hohe Einnahmen. Eine Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) zeigt nun, welche Kommunen 2025 am meisten durch Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße eingenommen haben. Darüber berichtet das Nachrichtenportal t-online.de.
An der Spitze liegt erneut Hamburg. Die Hansestadt nahm im vergangenen Jahr 41,8 Millionen Euro ein. Auf dem zweiten Platz folgt Berlin mit Einnahmen von 37,9 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 4,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Den dritten Platz belegt Düsseldorf mit 17,6 Millionen Euro.
35 Städte mit Einnahmen in Millionenhöhe
Insgesamt nahmen die 63 Städte, die sich an der Umfrage beteiligten, mehr als 271 Millionen Euro ein. 35 dieser Kommunen überschritten dabei die Marke von einer Million Euro. Während Berlin die größten Mehreinnahmen verzeichnete, musste Hamburg den stärksten Rückgang hinnehmen: Die Einnahmen sanken dort im Vergleich zu 2024 um 5,2 Millionen Euro.
Zu den weiteren Städten mit hohen Einnahmen zählen Stuttgart (16,9 Millionen Euro), Bielefeld (11,2 Millionen Euro), Oberhausen (10 Millionen Euro), Dresden (8,5 Millionen Euro), Essen (8,4 Millionen Euro) und Bremen (7,8 Millionen Euro).
Nicht zu den Blitzer-Millionären im Ranking unter den Städten zählt hingegen Koblenz. Neben Witten, Rheine, Erlangen, Dinslaken, Moers, Neubrandenburg, Frankfurt (Oder), Neumünster, Neuss, Grevenbroich, Schwäbisch Gmünd, Bocholt, Dorsten und Neuwied gehört Koblenz im Jahr 2025 laut DAV Einnahmen zu den Städten, die zwischen 984.100 Euro und 209.310 Euro einnehmen.
Mobile Blitzer in Hamburg besonders lukrativ
In Hamburg zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den verschiedenen Blitzer-Typen. Während stationäre Anlagen 7,2 Millionen Euro einbrachten, entfielen 34,6 Millionen Euro auf die mobile Geschwindigkeitsüberwachung.
Nach Einschätzung des DAV könnten zahlreiche Baustellen und der dadurch langsamere Verkehr ein Grund für die geringeren Einnahmen durch stationäre Blitzer sein.