Vor dem Landgericht Koblenz hat der Prozess gegen einen Mann begonnen, der seine Ehefrau getötet und ihre Leiche einbetoniert haben soll. Das berichtet der SWR Koblenz. Die Leiche der 31-Jährigen war im Sommer in einem Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler entdeckt worden (Merkurist berichtete).
Die Staatsanwaltschaft Koblenz wirft dem ebenfalls 31-jährigen Angeklagten Mord aus Heimtücke, Habgier und niedrigen Beweggründen vor. Auslöser für die Tat sei die anstehende Scheidung des Paares gewesen, das bereits getrennt lebte. Die Frau sei schon zuvor aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.
Im Zuge des Scheidungsverfahrens sei es zu Streitigkeiten gekommen. Dabei sei es einerseits um die Höhe der Unterhaltszahlungen des Mannes gegangen, andererseits um das Umgangsrecht für den gemeinsamen vierjährigen Sohn.
Anklage geht von detailliertem Tatplan aus
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese Auseinandersetzungen den Mann zu dem Entschluss gebracht hätten, seine Noch-Ehefrau zu töten. Er habe daraufhin einen detaillierten Plan erarbeitet, um die Leiche verschwinden zu lassen.
Demnach habe der Angeklagte in einem Raum neben der Garage eine Grube ausgehoben und Schnellbeton besorgt. Anschließend habe er seine Frau in das Haus gelockt, indem er ein Problem mit dem gemeinsamen Sohn als Grund vorschob. Im Hausflur soll er die wehrlose Frau dann mit mehreren Messerstichen getötet haben. Wie geplant, habe er sie danach in der Grube abgelegt und einbetoniert.
Nach der Vermisstenmeldung hätten sich bei den Ermittlungen der Polizei schnell Ungereimtheiten in den Aussagen des Ehemannes ergeben. Laut Staatsanwaltschaft habe er die Tat daraufhin gestanden.