Nach Hitzewelle: Warum in Koblenz eine Demo stattfindet

Die Klimabewegung Fridays for Future ruft für Freitag zu einer Kundgebung in Koblenz auf. Im Fokus der Kritik: die Energiepolitik der Bundesregierung und eine bestimmte Ministerin.

Nach Hitzewelle: Warum in Koblenz eine Demo stattfindet

Unter dem Motto „Klima schützen – Reiche entlassen!“ ruft die Bewegung Fridays for Future für kommenden Freitag, den 10. Juli, zu einer bundesweiten Protestaktion auf. In Koblenz ist eine Kundgebung ab 18 Uhr am Löhrrondell geplant, wie die Organisatoren mitteilen. Mit der Aktion soll ein Zeichen für eine bürgernahe und sozialverträgliche Energiepolitik gesetzt werden.

Die Kritik der Aktivisten richtet sich vor allem gegen Bundesministerin Katherina Reiche. Sie werfen ihr vor, seit ihrem Amtsantritt vor 13 Monaten eine sozial-gerechte Energiewende zu boykottieren. Laut Fridays for Future verzögere die Ministerin Entscheidungen und bevorzuge Lobbyisten.

Rücktrittsforderung nach Hitzewelle

Auch die übrige Bundesregierung wird kritisiert, da sie die Klimakrise verharmlose und von den Problemen ablenke. Als Beispiel nennen die Organisatoren eine kürzliche Hitzewelle, bei der Straßen geschmolzen seien und die mehrere hundert Todesopfer gefordert habe. „Das lassen wir uns nicht mehr bieten!“, heißt es in dem Aufruf.

Die zentralen Forderungen sind der Rücktritt von Ministerin Reiche sowie die Einhaltung der Klimaschutz-Ziele. Die Aktivisten wollen ein Zeichen „für eine gerechte Energiewende, die niemanden zurücklässt“ setzen. Begleitend zu den Demonstrationen wurde eine Online-Petition gestartet, die ebenfalls die Entlassung der Ministerin zum Ziel hat.

Regionale Gruppen unterstützen Aktion

Bei der Kundgebung in Koblenz sind Redebeiträge von verschiedenen regionalen Gruppen angekündigt. Zusätzlich werden lokale Klimaschutzinitiativen und Vertreter von Bürgerbegehren anwesend sein. Wie die Veranstalter mitteilen, wird die Aktion vom Klimabündnis Koblenz unterstützt.