Das Tuning-Kontrollteam der Polizei hat an Karfreitag und Karsamstag gezielte Kontrollen der Tuning- und Poser-Szene in und um Koblenz durchgeführt. Wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilt, fiel die Bilanz überwiegend positiv aus, obwohl es auch einige deutliche Ausreißer gab.
Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Teilnehmer an bekannten Treffpunkten deutlich zurückgegangen. Die Polizei beschreibt die Lage an beiden Tagen insgesamt als ruhig. Dennoch fielen besonders am Karsamstag einige sogenannte „Autoposer“ durch unnötiges Hin- und Herfahren und auffälliges Verhalten negativ auf.
Raser mit über 200 km/h auf der B9 gestoppt
Ein besonders krasser Fall ereignete sich auf der B9: Dort wurde der Fahrer eines BMW mit einer Geschwindigkeit von über 200 km/h gemessen. Als die Polizei das Fahrzeug anhalten wollte, legte der Fahrer ein riskantes Bremsmanöver hin und konnte zunächst entkommen. Die Flucht währte jedoch nicht lange: Am Peter-Altmeier-Ufer stellten die Einsatzkräfte den Raser. Gegen den Fahrer und seine Insassen wurden Strafverfahren eingeleitet.
An beiden Tagen kontrollierten die Beamten rund 150 Fahrzeuge. Dabei leiteten sie zwei Strafanzeigen ein und stellten knapp 45 Ordnungswidrigkeiten fest. In den meisten Fällen war die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge durch technische Veränderungen erloschen.
Zahlreiche Anzeigen und Fahrverbote
Auch das Ordnungsamt der Stadt Koblenz beteiligte sich an den Kontrollen. Die Mitarbeiter sprachen rund 30 Verwarnungen aus und ahndeten 116 Geschwindigkeitsverstöße. Vier Fahrer müssen nun mit einem Fahrverbot rechnen.
Die Polizei wertet die konsequenten Kontrollen als wirksam. Trotz einzelner schwerwiegender Verstöße zeige die Mehrheit der Tuning-Szene ein verantwortungsbewusstes Verhalten. Um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten, kündigt die Polizei an, auch in Zukunft gezielte Maßnahmen durchzuführen.