Nach Beschwerden über rücksichtslose E-Scooter-Fahrer hat die Polizei in der vergangenen Woche in Andernach verstärkt Kontrollen durchgeführt. Das meldet die Polizeidirektion Koblenz.
Am Sonntag, 26. Juli, wurde der Polizei gegen 15:00 Uhr eine Gruppe junger E-Scooter-Fahrer in der Bahnhofstraße gemeldet. Zeugen berichteten von überhöhter Geschwindigkeit und rücksichtslosem Verhalten. Zudem sollte einer der Roller kein Versicherungskennzeichen haben. Als die Polizei eintraf, flüchtete einer der Fahrer, während die anderen kontrolliert wurden.
Nur eine Stunde später meldeten Zeugen eine ähnliche Gruppe in der Eisengasse. Auch hier ergriff ein Fahrer beim Anblick der Polizei die Flucht. Durch weitere Ermittlungen konnten die Beamten den Geflüchteten identifizieren. Es handelte sich um dasselbe Kind, das bereits in der Bahnhofstraße geflohen war. Wie sich herausstellte, war der E-Scooter nicht versichert und hätte vom Kind gar nicht im öffentlichen Verkehr gefahren werden dürfen. Die Polizei erstattete Anzeigen gegen das Kind und seine Erziehungsberechtigten.
Bei weiteren Kontrollen am Dienstag, 28. Juli, stellten uniformierte Beamte in der Fußgängerzone der Innenstadt erfreulicherweise nur zwei Verstöße fest. In beiden Fällen waren Personen unerlaubt mit E-Scootern in der Fußgängerzone unterwegs.
Polizeichef kündigt konsequentes Vorgehen an
Die Polizei will mit den Kontrollen auf die zunehmenden Beschwerden aus der Bevölkerung reagieren. „Die regelmäßigen Kontrollen zeigen, dass wir Bürgerbeschwerden ernst nehmen“, sagt Polizeioberrat Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach. „Wir möchten durch unsere Kontrollen verhindern, dass gefährliche Situationen überhaupt entstehen und an die Einhaltung von Verkehrsregeln erinnern. Deshalb erfolgen grundsätzlich auch keine mündlichen Verwarnungen bei Fehlverhaltensweisen, sondern es werden Bußgelder erhoben, um das konsequente Vorgehen zu unterstreichen.“