Wer auf einen Platz im Pflegeheim angewiesen ist, muss oft tief in die eigene Tasche greifen. Wie das Nachrichtenportal t-online.de berichtet, gibt es im bundesweiten Vergleich enorme regionale Unterschiede. Die Auswertung zeigt auch die Kosten für die Region Koblenz.
Demnach liegt der Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz in der Stadt Koblenz im ersten Jahr bei 3.165 Euro. Im Landkreis Mayen-Koblenz sind es mit 3.109 Euro etwas weniger. Beide Werte liegen unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3.245 Euro.
Ein Blick in die umliegenden Kreise im nördlichen Rheinland-Pfalz zeigt jedoch teils deutliche Abweichungen: Während ein Platz im Westerwaldkreis in der Region mit 3.090 Euro am günstigsten ist, müssen Pflegebedürftige im Kreis Ahrweiler mit 3.377 Euro und im Kreis Neuwied mit 3.338 Euro am meisten zahlen. Im Rhein-Hunsrück-Kreis liegen die Kosten bei 3.155 Euro, im Rhein-Lahn-Kreis bei 3.218 Euro, im Kreis Altenkirchen bei 3.254 und im Kreis Cochem-Zell bei 3.255 Euro.
Miete und Personal als Kostentreiber
Die Spanne in Deutschland ist laut dem Bericht gewaltig. Während der Eigenanteil im niedersächsischen Salzgitter bei 2.484 Euro liege, müssten Bewohner in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) mit 4.016 Euro am meisten zahlen. Die Gründe für diese großen Unterschiede seien vielfältig.
So würden die Kosten stark mit den lokalen Mieten zusammenhängen, da diese einen wesentlichen Teil der Heimkosten ausmachten. Ein weiterer Faktor seien die Investitionskosten, die ein Heim für Modernisierungen und Instandhaltung auf die Bewohner umlege. Hierbei würden die Bauvorschriften der jeweiligen Bundesländer eine Rolle spielen. Den größten Kostenblock stellten jedoch die Löhne und Gehälter des Personals dar, die sich je nach Tarifvertrag und Personalschlüssel unterscheiden könnten.